Moringa

Moringa – Ein Meerrettichbaum als neues Superfood?

Geschenk der Natur, Wunderbaum, nährstoffreichste Pflanze der Welt. Aber auch Baum des Lebens, Jungbrunnen und Superfood. Es gibt zig verheißungsvolle Beinamen für den außergewöhnlichen Tropenbaum Moringa, dessen riesige Anzahl an heilbringenden Eigenschaften Bewunderung, aber auch Zuversicht auslöste und noch immer auslöst.

Kein Wunder, dass der Meerrettichbaum Moringa zum Hoffnungsträger vieler Menschen wurde. Doch egal, wie er genannt wird und wie viele seiner Anhänger sich vor ihm verneigen – welchen Erwartungen wird der Tropenbaum, der 2008 von dem National Institute of Health zur Pflanze des Jahres gekürt wurde und dessen Siegeszug seitdem nicht mehr zu stoppen ist, tatsächlich gerecht und bei welchen ist eher der Wunsch Vater des Gedanken?1

Ist der Moringa-Baum wirklich so eine Art Universallösung der Körperbewussten, weil ihm nachgesagt wird, dass er neben seinen diversen heilbringenden Eigenschaften auch beim Abnehmen helfen, sowie schädlichen Stress reduzieren und – ganz nebenbei – auch noch das Immunsystem auf Touren bringen soll?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir in dem folgenden Artikel auf den Grund gehen und stellen Dir auch leckere Rezepte mit Moringa vor.

Was ist Moringa?

Der Moringa-Baum, der ursprünglich im Norden Indiens am Fuße des Himalaya beheimatet war, wächst inzwischen unter anderem auch in Teilen Afrikas, Südostasiens und Lateinamerikas.

An seinem Ursprungsort in Nordindien hatte der Moringa-Baum einiges auszustehen: Harsche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie zwischen den wechselnden Jahreszeiten. Gleichzeitig folgte häufig auf wochenlange Dürreperioden sintflutartiger Dauerregen.

Dass dabei kaum von einer regelmäßigen Nährstoffversorgung auszugehen war, liegt auf der Hand. Dieser vermeintliche Nachteil machte den Moringa-Baum jedoch zu einem wahren Überlebenskünstler. Zum einen legte er beim Wachstum ein enormes Tempo vor: Die Angaben variieren zwischen vier bis sechs Metern pro Jahr.

Und das ist enorm, wenn man bedenkt, dass Moringa-Bäume selbst auf kargem Boden prächtig gedeihen und dank der Speicherfähigkeit ihrer Wurzeln mit extrem wenig Wasser auskommen.

Dieses auffällige Wachstum half dem Moringa-Baum dabei, nahezu sämtliche Nachbarpflanzen in kurzer Zeit zu übertrumpfen und minimierte damit die Gefahr, von ihnen überwuchert zu werden.

Zum anderen sollen die eher feindlichen Lebensumstände des Moringa-Baumes dafür gesorgt haben, dass die Bildung von pflanzlichen Nährstoffen, um das Überleben zu sichern, so ungewöhnlich hoch ausfällt. Diese vielfältigen Pflanzenstoffe waren und sind der perfekte Schutz gegen Pilze, Bakterien und schützen zudem vor Tierfraß.

Wie in den Veden, so der Name der alten indischen Schriften, nachzulesen ist, fand der Moringa-Baum bereits vor mehreren tausend Jahren erste Erwähnungen. Seine Nutzung durch den Menschen blickt demnach auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück.

Das liegt mit Sicherheit auch an seiner 100-prozentigen Bioverfügbarkeit, also der Tatsache, dass die gesamten Teile des Moringa-Baumes für den Menschen ess- bzw. nutzbar sind.

Dabei fällt einem als erstes ins Auge, oder besser gesagt, steigt einem als erstes in die Nase, dass es in der Nähe des Moringa-Baumes deutlich nach Meerrettich riecht.

Ein Umstand, der gleichzeitig als Namensgeber dient: Meerrettichbaum. Es heißt, dass seine Wurzeln von den englischen Kolonialherren als Meerrettichersatz geschätzt wurden, während seine würzigen Blätter eine willkommene Schärfe in die Speisen zauberte.

Die Arten der Moringa-Pflanze

Hinter der Bezeichnung Moringa-Baum vereinen sich rund 13 verschiedene Arten. Die vier prominentesten sind Moringa oleifera, Moringa stenopetala, Moringa hildebrandtii und Moringa ovalifolia.

  • Moringa oleifera aus Indien: Der sogenannte Wunderbaum oder Meerrettichbaum ist der wertvollste Moringa, da er die meisten Nährstoffe enthält.
  • Moringa stenopetala aus Kenia und Äthiopien: Es heißt, dass seine Blätter über einen milderen und somit angenehmeren Geschmack als die Blätter des Moringa oleifera verfügen.
  • Moringa hildebrandtii aus Madagaskar: Der Moringa hildebrandtii soll in der freien Wildbahn inzwischen ausgestorben sein. Es gibt ihn nur noch in speziell angelegten Kulturen.
  • Moringa ovalifolia aus Namibia und Angola: Der sogenannte Geisterbaum erreicht eine Höhe von rund sieben Metern.

Ein Meerrettichbaum aus Nordindien – Was macht den Moringa-oleifera-Baum so besonders?

Die Legende besagt, dass der Meerrettichbaum mehr als 300 Krankheiten heilen kann. Die Ureinwohner des Himalaya im Nordwesten Indiens sehen in dem Meerrettichbaum eine Art Allheilmittel, mit dessen Hilfe sie nicht nur Wunden und Entzündungen heilen können, sondern auch das psychische Wohlbefinden eines Menschen.

Der Moringa oleifera, auch Drumstick Tree genannt, hat neben einer entzündungshemmenden auch eine bakterizide Wirkung. Die bakterizide Wirkung spielt eine besonders wichtige Rolle bei der körperlichen Abwehr von Krankheitserregern. Gleichzeitig wird das Immunsystem gestärkt.2

Die Inhaltsstoffe der Moringa

Ohne sie ist alles nichts: Die Rede ist von Mineralstoffen und Vitaminen. Menschen deren Körper mit diesen lebenswichtigen Nährstoffen unterversorgt sind oder einen klaren Mangel aufweisen, spüren dies mit großer Sicherheit.

Ein Mangel zeigt sich durch gesundheitliche Probleme und in der eigenen alltäglichen Lebensqualität. Menschen, die unter Vitamin- und Mineralstoffmangel leiden, klagen häufig über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Moringa-Bäume, insbesondere die Blätter, enthalten einige bedeutende Inhaltsstoffe, die nachfolgend aufgelistet sind.

  • Zeatin ist ein unverzichtbarer Botenstoff, der dafür zuständig ist, Vitamine und Mineralstoffe dorthin zu transportieren, wo sie benötigt werden.
  • Magnesium ist an der Durchblutung des Organismus beteiligt.
  • Eisen transportiert Sauerstoff zu den Zellen.
  • Essentielle Aminosäuren schützen den Organismus vor freien Radikalen und
    leisten einen großen Beitrag bei der Entwicklung der Zellen und deren Schutz.
  • Vitamin A unterstützt das Sehvermögen.
  • Vitamin C stärkt das körpereigene Abwehrsystem.
  • Kalzium ist zum großen Teil an der Gesunderhaltung von Zähnen und Knochen
    beteiligt.
  • Zink wirkt Entzündungen entgegen.
  • Kalium ist relevant für einen gut funktionierenden Stoffwechsel.
  • Omega-3-Fettsäuren unterstützen wichtige Funktionen im Gehirn.3, 4

Die Inhaltsstoffe der Moringa im Vergleich zu anderen Pflanzen

Viele Studien haben den hohen Nährstoffgehalt des Moringa-Baumes immer wieder bestätigt. Dennoch ist in Verruf geraten, was manche Marketingabteilungen aus den Zahlen gemacht haben. Frei nach dem Motto: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

Im Falle des Moringa-Baumes gibt es schier hemmungslose Jubelhymnen auf den scheinbar unbegrenzten Nährstoffgehalt. Da heißt es dann zum Beispiel, dass der Kalziumgehalt von Moringa 17 Mal höher ist, als der von Milch.

Der Eisengehalt ist demnach sogar 25 Mal höher, als der von Spinat. Dieses etwas schiefe Zahlenkonstrukt ist entstanden, weil dessen Urheber die Nährwerte des Moringa-Pulvers mit den Nährwerten der frischen Lebensmittel verglichen haben.

Würden sie diese auch in getrockneter und pulverisierter Form mit dem Moringa-Pulver vergleichen, sähen die Ergebnisse schon ganz anders aus. Dann hätten nämlich das eine oder andere Mal Banane, Chlorella & Co. die Nase vorn.

Verwendungsmöglichkeiten von Moringa

Der Moringa-Baum findet in vielen Bereichen seine berechtigte Anwendung. Während er in Asien hauptsächlich als Heilmittel angesehen wird, dient er in Afrika zudem als Lebensmittel. Aber auch in der Kosmetikindustrie schreitet seine Erfolgsgeschichte immer weiter voran.

  • Moringa als Heilmittel: Der Wunderbaum soll dafür verantwortlich sein, dass Blutzucker- und Cholesterinspiegel erfolgreich gesenkt werden können. Seine gesundheitsfördernden Nährstoffe wirken sich regulierend auf den Stoffwechsel aus.5
  • Moringa in der Kosmetik: Dank seines extrem hochwertigen und stabilen Öls, das aus den Moringa-Samen gepresst wird, konnte sich Moringa auch in der Kosmetikwelt etablieren. Moringa-Öl bildet dank seiner reinigenden, beruhigenden und pflegenden Eigenschaften ein erfolgreiches Bollwerk gegen Zeichen des Alters und spielt auch bei der Herstellung von Salben, Cremes und Lotionen eine bedeutende Rolle.

Moringa als Seife

Seifen, die Moringa enthalten, wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt. Die Blätter, aber auch die Samen des Moringa-Baumes haben desinfizierende Eigenschaften. Das konnte in einer Studie, die durch die “London School of Hygiene and Tropical Medicine” durchgeführt wurde, nachgewiesen werden.

So waren die Hände der Testpersonen, die vor dem Test bewusst mit hartnäckigen Bakterien-Kulturen in Berührung kamen, nach dem Kontakt mit Moringa-Blättern ebenso sauber, wie die Hände der Probanden, die sie sich mit ganz normaler Seife gewaschen hatten.

Neben dieser Eigenschaft sorgt Moringa-Seife für ein frisches, sauberes Gefühl, ohne die Haut dabei auszutrocknen. Im Gegenteil: Sie fühlt sich glatt und seidig an.6

Moringa-Samen zur Trinkwasser-Aufbereitung

Eine besondere Eigenschaft der Samen des Moringa-Baumes ist ihre Fähigkeit, Wasser zu reinigen. Schon vor vielen Jahren konnte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in einem Projekt zeigen, wie unter Verwendung von Moringa-Samen mit Bakterien verunreinigtes Wasser gesäubert und so desinfiziert werden konnte, dass es wieder Trinkwasserqualität besaß.7

Moringa als Werkstoff

Das Behenöl wird aus den Samen des Moringa-Baumes gepresst. Ihm wird eine lange Haltbarkeit nachgesagt, ohne dass das Öl flockig oder ranzig wird. Das Behenöl gilt als eines der stabilsten Pflanzenöle.

Daher war es einst sehr beliebt als Schmieröl für Uhrwerke insbesondere bei Uhrmachern in Deutschland und in der Schweiz. Außerdem hatte es einen hohen Stellenwert bei der Herstellung von Salben.

Die nützlichen Bestandteile der Moringa

Die Moringa-Pflanze verfügt über Bestandteile, die allesamt nutzbar sind. Somit punktet der sogenannte Wunderbaum neben seiner sehr hohen Nährstoffdichte auch noch mit einer 100-prozentigen Bioverfügbarkeit.

Die Blätter der Moringa

Voller Antioxidantien sagt man den Blättern der Moringa nach, freie Radikale im Zaum zu halten und so Krankheiten im Keim zu ersticken. Darüber hinaus verfügen die Moringa-Blätter auch über eine hohe Konzentration gesundheitsfördernder Vitamine und Mineralstoffe.

Die Samen der Moringa

Die Reinigung von Wasser, das durch Bakterien verschmutzt ist, gehört zu den herausragenden Fähigkeiten der Moringa-Samen. Darüber hinaus ist das Öl, das aus den Moringa-Samen gewonnen wird, eines der stabilsten Pflanzenöle überhaupt.

Die Blüten der Moringa

Die Blüten der Moringa können circa 8 Monate lang blühen. Ein zauberhaftes Spektakel, das von einem betörenden Duft begleitet wird. Aus den sehr süß schmeckenden Moringa-Blüten kann zudem ein qualitativ hochwertiger, leckerer Honig zubereitet werden.

Die Wurzeln der Moringa

Auch die Wurzel der Moringa soll über enorme gesundheitsfördernde Eigenschaften verfügen. Es heißt, dass ein Brei aus der Moringa-Wurzel bei Rheuma und Gelenkschmerzen, Nervenproblemen, Herz- und Kreislaufproblemen sowie Verdauungsbeschwerden gute Dienste leisten kann.

Welche Lebensmittel enthalten Moringa?

Zu den vielen Nährstoffen im Superfood Moringa gehören unter anderem Eisen, Betacarotin, Vitamin C und Kalium. Diese finden sich allerdings auch in Spinat, Karotten, Orangen und Bananen – teilweise auch in höherer Konzentration als in den unterschiedlichen Bestandteilen des Moringa-Baumes.

In welcher Form kann ich Moringa zu mir nehmen?

Man kann Moringa in verschiedenen Darreichungsformen zu sich nehmen. Dazu zählen:

  • Moringa als Tee: In gut sortierten Biomärkten und Kräuterläden findet man den Moringa-Tee, aber auch die Moringablätter, mit denen ein Teegetränk selbst zubereitet werden kann. Moringa-Tee ist heiß, aber auch kalt ein Genuß.
  • Moringa als Smoothie: Der Powerdrink – heißgeliebt und kalt getrunken.
    Dank der Nährstoffdichte ein wahres Power Food für den Körper.
  • Moringa als Pulver: Die schonend getrockneten und gemahlenen Moringa-Blätter können in viele Speisen wie Eintöpfe, Dips oder Müsli untergerührt oder in Säften aufgelöst werden.
  • Das Öl der Moringa: Das flüssige Kraftpaket wird aus Moringa-Samen gepresst. Es enthält mehr als 100 unterschiedliche Mineralstoffe und Vitamine.

Moringa als Tee

Jeder Tropfen ein wahrer Vitamin- und Mineralstoff-Cocktail: Wer Moringa-Tee trinkt, nimmt bei jedem Schluck rund sechs Vitamine und mehr als zehn Mineralstoffe zu sich. Dazu gehören unter anderem Vitamin A, Calcium, Magnesium, Kalium, Zink, Phosphor und Eisen.

Deren Wirkung soll von der Stärkung der körpereigenen Abwehr über den Aufbau und die Sauerstoffversorgung von Körperzellen bis hin zur Gesunderhaltung von Gelenken, Zähnen, Knochen, Muskeln und Nervenfasern reichen.

Was anmutet wie der perfekte Zaubertrank soll bei stetem Genuss Mangelerscheinungen gar nicht erst entstehen lassen. Manch einer versucht sogar, mit Hilfe des Moringa-Tees Gelenkbeschwerden oder Schuppenflechten in den Griff zu bekommen.

Moringa-Tee besteht ausschließlich aus den Blättern des Moringa-Baumes. Nachdem die ovalen Blätter per Hand geerntet wurden, müssen sie eine bestimmte Zeit lang aufwendig getrocknet werden, um die wertvollen Nährstoffe zu erhalten.

Bei der Zubereitung des Moringa-Tees ist es dann extrem wichtig, die Blätter auf keinen Fall mit kochendem Wasser aufzugießen. Das würde nur dazu führen, dass die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe zerstört werden.

Mehr als 80 Grad darf die Wassertemperatur daher nicht betragen. Die Ziehzeit des Moringa-Tees wirkt sich auf den Geschmack aus; sie sollte fünf Minuten nicht übersteigen.

Moringa als Pulver

Eine sehr bequeme Aufnahme der Vitamine und Mineralstoffe des Moringa-Baumes ist die Einnahme des Moringa-Pulvers. Es besteht aus den schonend getrockneten und gemahlenen Blättern des Moringa-Baumes und gilt als Lebensmittel.

Als natürliches Nahrungsergänzungsmittel ist das Moringa-Pulver in Form von Kapseln oder Presslingen erhältlich. Die Verwendung des Moringa-Pulvers ist sehr vielseitig: So kann es in Smoothies, Eintöpfen oder Dips zu sich genommen oder einfach aufgelöst in Wasser oder Saft getrunken werden.

Kann man durch die Einnahme von Moringa abnehmen?

Nein, die Einnahme von Moringa-Produkten hat keinen Einfluss auf das Gewicht. Da man sich aber dank der nährstoffreichen Moringa deutlich besser und ausgeglichener ernährt, kann es durch die Umstellung durchaus zur Reduzierung des Gewichtes kommen.

Moringa als Zutat in der Kosmetik

Eigentlich gibt es nichts, was es nicht kann: Moringa-Öl soll die natürlichen Folgen des Alterns korrigieren, gilt als wahres Feuchtigkeits-Feuerwerk und löst unschöne Gerüche quasi in Luft auf während der eigene dezente Duft der Nase schmeichelt. Das kostbare Öl findet sich mittlerweile in diversen Kosmetikprodukten.

  • Moringa-Öl als Kosmetikprodukt: Es ist nicht mehr aus der modernen Kosmetikindustrie wegzudenken. Moringa-Öl werden die Fähigkeiten eines Alleskönners nachgesagt. Neben seinem bewährten Einsatz als Anti-Aging-Produkt soll es über hervorragende Eigenschaften als reinigende, beruhigende und pflegende Substanz verfügen.
  • Moringa als Creme: Auch in der Herstellung von Salben, Gels, Cremes und Lotionen hat das Moringa-Öl schon lange einen unangefochtenen Stammplatz.
  • Moringa als Body Butter: Auch hier soll die hautschützende Fähigkeit des Moringa-Öls für Verwöhnmomente sorgen. Das Ziel: eine gesunde Haut, die von Anwendung zu Anwendung immer zarter und geschmeidiger werden soll.

Moringa als Body Butter oder Creme für die Haut

Ob als Körper-Butter oder Lotion – Moringa versorgt Deine Haut mit vielen Nährstoffen und viel Feuchtigkeit. Gleichzeitig schützen die Inhaltsstoffe vor freien Radikalen und können dem Alterungsprozess auf diese Weise entgegenwirken. Gerade bei trockener, strapazierter und empfindlicher Haut eignet sich diese Pflege ganz besonders.

Moringa-Öl als Kosmetikprodukt

Der größte Vorteil des Moringa-Öls für die Kosmetik ist die ihm nachgesagte Fähigkeit, die Bildung von Hautkollagen anzuregen. Das würde bedeuten, dass Gesichtshaut, die nicht mehr intakt ist, sich dank des Moringa-Öls wieder regenerieren kann.

Neben diesem hochinteressanten Anti-Aging-Aspekt eignet sich das Moringa-Öl zudem für die reinigende, beruhigende und feuchtigkeitsspendende Pflege von hochsensibler und/oder problematischer Haut sowie für die Herstellung von ätherischen Ölen.

Gleichzeitig spielt das Moringa-Öl eine nicht mehr wegzudenkende Rolle beim Einsatz in Haarpflegeprodukten, Cremes und Lotionen, Seifen und Duschgels sowie Parfüms und Deodorants.

Wissenschaftlich diskutierte Wirkungen von Moringa

Mit Hilfe des Wunderbaumes Moringa zeigte sich bei verschiedenen Versuchen folgende Heilwirkung: Blutzucker- und Cholesterinspiegel konnten erfolgreich gesenkt werden. Außerdem wirken sich seine gesundheitsfördernden Nährstoffe regulierend auf den Stoffwechsel aus.8

Gegen welche Krankheiten hilft Moringa?

Eine Reihe von Krankheiten und Beschwerden können mit Hilfe von Moringa oleifera gelindert und/oder deutlich verbessert werden – auch wenn nicht jede Wirkung des Moringa-Baumes in jeder Situation medizinisch belegt werden kann.

In vielen Kulturen auf der ganzen Welt wird die Moringa oleifera bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin zur Linderung von Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. Dazu zählen unter anderem: Asthma, bakterielle Infektionen, Bluthochdruck, Blutarmut, Entzündungen, Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkschmerzen, sowie Hautprobleme.9 Die Wirkung kann jedoch nicht medizinisch belegt werden.

Zu den Krankheiten, für die bereits medizinische Studien zur nachgewiesenen Wirkung vorliegen, zählt Diabetes Typ 2. Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch eine mangelnde Insulinproduktion gekennzeichnet ist. In der Studie konnte die dauerhafte Senkung eines zu hohen Nüchternblutzuckerspiegels bewiesen werden. Die Probanden erhielten dafür Lebensmittel, die mit Moringa-Pulver versetzt waren.10

Moringa in Form von Kapseln, Tabletten oder Presslingen und wann sie zum Einsatz kommen

Moringa verfügt über einen sehr eigenen Geschmack, an den sich viele zunächst einmal gewöhnen müssen. Wer das nicht schafft, kann Moringa in Form von Kapseln, Tabletten oder Presslingen zu sich nehmen; die vermutlich einfachste Variante, da man ohne viel Aufwand bis aufs Gramm genau weiß, wie viel man von dem Wirkstoff zu sich genommen hat.

Die Dosierung der Moringa: Was gibt es zu beachten?

Bei der täglich empfohlenen Dosis von Moringa ist meist von zwei Teelöffeln die Rede. Das entspricht einer Menge von rund fünf bis zehn Gramm.

Dabei handelt es sich jedoch um einen sehr allgemein gehaltenen Standardwert, der zum Beispiel unberücksichtigt lässt, wie viele Kalorien man am Tag verbraucht. Daher verwundert es auch nicht, dass viele Menschen eine deutlich höhere Dosierung zu sich nehmen.

Nebenwirkungen der Moringa

Grundsätzlich kann wohl festgehalten werden, dass der Moringa oleifera für Menschen und Tiere nicht giftig ist. Dennoch kann es in einzelnen Fälle zu Durchfall kommen.

Vor hoch konzentrierten Moringa-Extrakten hingegen wird gewarnt. Sie sollen in der Vergangenheit bereits zu Blutbildveränderungen und veränderten Leber- sowie Nierenwerten geführt haben. Auch wird von zu häufigem Genuss der Moringa-Wurzel abgeraten.

Für wen eignet sich die Einnahme und Verwendung von Moringa-Produkten?

Dank seiner zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe wird dem Genuss von Moringa eine geradezu fantastische Auswirkung auf die Gesundheit nachgesagt. Das gilt für jeden, der Moringa-Produkte zu sich nimmt – somit natürlich auch für all jene, bei denen aus verschiedenen Gründen Mangelerscheinungen programmiert sein können, wie zum Beispiel bei Sportlern, Kindern, älteren Menschen, Veganern sowie Schwangeren und stillenden Müttern.

  • Moringa für Sportler: Einem erhöhten Leistungsdruck kann nur dann stand gehalten werden, wenn die Ernährung in der Form so ausgewogen ist, dass der entsprechend erhöhte Nährstoffbedarf ausgeglichen wird. Mit Hilfe von Moringa-Produkten kann dieser gesteigerte Bedarf ganz einfach gedeckt werden. So kann die Leistungsfähigkeit erhalten und sogar gesteigert werden. Gleiches gilt für das Wohlbefinden sowie die Gesundheit des Athleten.
  • Moringa für Kinder: Die Inhaltsstoffe der Moringa helfen dabei, die Abwehrkräfte der Heranwachsenden zu stärken.
  • Moringa für Senioren: Gleiches gilt für ältere Menschen, die häufig unter einem schwächer werdenden Immunsystem leiden. Dank der Moringa-Produkte wird die Ernährung in ausgewogene Bahnen gelenkt, was bedeutet, dass mehr Nährstoffe eingenommen werden. Die Folge: fitte, vitale Senioren mit einer deutlich erhöhten Lebensqualität.
  • Moringa für Veganer: Mangelernährung aufgrund veganer Lebensweise ist keine Seltenheit. Die Moringa-Produkte können ganz einfach dazu beitragen, die häufig bestehenden Defizite bei der Kalzium-, Protein- und Eisenversorgung zu beheben.
  • Moringa während der Schwangerschaft: Auch werdende Mütter haben einen erhöhten Nährstoffbedarf, um sich und das wachsende Kind bestmöglich zu versorgen. Moringa-Produkte sollen den erhöhten Bedarf abdecken und damit das Wachstum des entstehenden Lebens mit Hilfe von ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen schützen und absichern.
  • Moringa für stillende Mütter: Der Konsum von Moringa-Produkten kann eine erhöhte Milchbildung zur Folge haben, die in einigen Fällen sehr begrüßt wird.

Ist Moringa nun ein Superfood?

Recherchiert man im Internet zum Thema Moringa, überschlagen sich die meisten der Beiträge vor Begeisterung. Das Superfood des Jahrhunderts, der Wunderbaum und die Anti-Aging-Power wird dem Moringa-Baum attestiert.

Doch bei näherer Betrachtung und korrekter Vergleichsweise der Nährstoffe stellt sich heraus, dass die Menge an Vitaminen und/oder Mineralstoffen die der bisherigen Superfood-Kandidaten gar nicht oder nur geringfügig übersteigt.

Somit kann man festhalten, dass es sich bei Moringa um eine extrem interessante Pflanze mit viel Potential handelt – gerade, wenn man an ihre Fähigkeit denkt, mit Bakterien verunreinigtes Wasser zu säubern.

Zusätzlich stellt sie schon eine Art Superfood dar, die es noch weiter zu erforschen gilt. Aber nach derzeitiger Studienlage befindet sich der Moringa-Baum einfach in guter Gesellschaft; belegt jedoch nicht die Pole Position unter den pflanzlichen Top-Jungbrunnen.

Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit der Moringa

Viele Studien haben sich bereits mit dem Wunderbaum Moringa beschäftigt. Während die Nährstoffdichte sich schon recht deutlich darstellt, ist hingegen die Frage nach den Aus- und Nebenwirkungen sowie dem gesundheitlichen Nutzen der pflanzlichen Präparate nicht belegt.

Erfahrungen mit der Moringa

Es gibt zahlreiche Produkte rund um Moringa. Seien es das Moringa-Blattpulver, die Kapseln oder die Blätter. Einige sind als Lebensmittel deklariert, andere als Nahrungsergänzungsmittel.

Und obwohl der Nährstoffreichtum des Tropenbaumes unumstritten ist, genau wie der Erfolg, der ihn umgibt, versuchen leider auch schwarze Schafe auf seine Kosten das schnelle Geld zu machen.

Sie bieten Moringa-Produkte an, die qualitativ nicht hochwertig sind. Kein Wunder also, dass der eine oder andere Käufer im Zuge dieser Entwicklung unfreiwillig auch schon schlechte Erfahrungen mit Produkten rund um den Wunderbaum machen musste.

Positive Erfahrungen mit der Moringa

Zu den positiven Erfahrungen, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Moringa-Baum genannt werden, gehören unter anderem die Senkung hohen Blutdrucks und des Diabeteswertes (Typ 2), die Linderung von Arthrose, Verdauungs- und Schlafproblemen, die Verbesserung des Allgemeinbefindens, der Cholesterinwerte und starker Atemnot.

Negative Erfahrungen mit der Moringa

Negative Erfahrungsberichte sind hingegen eher rar gesät. Manchmal beklagten sich die Anwender über Durchfall. Dieser resultiert häufig daraus, dass zu viel Moringa-Pulver oder Kapseln konsumiert wurden.

Die Moringa in der Küche – Eine Rezeptauswahl

Richtig gesund und auch noch lecker, geht das? Die Antwort lautet eindeutig ‘Ja’! Denn die unten genannten Rezepte mit Moringa sind belebende Power pur mit der perfekten Dosis Gaumenschmaus. Darüber hinaus machen Rezepte mit Moringa einfach nur Spaß, weil sie leicht umzusetzen sind: Seien es der Avocadoaufstrich in Kombination mit Moringa-Pulver, der erfrischende Smoothie oder der Dip mit Soja und Moringa.

Avocadoaufstrich mit Moringa

Bei diesem Rezept für zwei Personen müssen lediglich zwei reife Avocados zerdrückt und mit Zitronensaft abgeschmeckt werden. Meist reichen dafür bereits einige Tropfen. Dann einen Teelöffel Moringa-Pulver, etwas Salz und Pfeffer sowie einige frische Kräuter hinzufügen und gründlich vermischen – fertig ist der erfrischende Aufstrich.

Moringa-Smoothie

Auch als Smoothie-Zutat soll Moringa nicht nur gute Laune verbreiten und lecker schmecken, sondern auch für die gesunde Extraportion Wohlbefinden sorgen. Das zumindest versprechen die leckeren Zutaten, die man in einen Moringa-Smoothie geben kann.

Man mischt 100 ml Granatapfelsaft mit 100 ml Mandelmilch und 50 ml Apfelsaft. Dazu gibt man zwei Esslöffel Goji-Beeren, einen Teelöffel Leinsamen und zwei Esslöffel Moringa-Pulver und zerkleinert alles im Mixer. Kühl und erfrischend wird das Ganze, wenn man auch noch Eiswürfel hinzugibt. Der perfekte Start in einen energiereichen Tag.

Moringa-Soja-Dip

Einen Hauch aufwendiger ist der Moringa-Soja-Dip, weil man die benötigten 300 Gramm Natur-Soja-Joghurt zunächst über einem Gefäß über Nacht abtropfen lassen muss.

Dann mischt man einen bis zwei Teelöffel Moringa-Pulver und einen Esslöffel Zitronensaft mit dem Joghurt, fügt etwas Salz, Cayenne- und weißen Pfeffer sowie eine gepresste Knoblauchzehe hinzu. Für den grünen Anstrich sorgt ein Bund Koriander, Petersilie oder Schnittlauch – der klein gehackt unter den Dip gehoben wird.

Kann ich Moringa-Produkte in Deutschland erwerben?

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Moringa-Produkte, die zum Beispiel im Internet angeboten werden. Dazu gehören unter anderem Moringa-Kapseln, -Pulver, -Presslinge, -Samen, -Öl sowie -Blätter und sogar der komplette Moringa-Baum.

Häufig wird man bei seiner Suche nach Moringa-Produkten im Internet fündig. Aber um Moringa-Produkte in Deutschland zu kaufen, kann man sich auch in Reformhäusern und Bioläden umschauen.

Tipps zur Aufzucht und Pflege einer Moringa

Das Beste vorweg: Die Samen des Moringa oleifera können das ganze Jahr über angezüchtet und angepflanzt werden. Das liegt an der fehlenden Vegetationsruhe des Tropenbaumes, der nur eines nicht verzeiht: wenn ihm kalt wird.

Das geschieht bei einer Raumtemperatur unter 22 Grad Celsius – und dann ist die komplette Anzucht in Gefahr. Idealerweise liegt die Temperatur zwischen 22 Grad Celsius und 45 Grad Celsius.

Die Aufzucht des Moringa-Baumes ist so einfach, dass sie in Kombination mit einigen Tipps nicht unerwähnt bleiben darf: Nachdem einige Samen für 24 bis 48 Stunden im Wasser aufgequollen sind, werden sie jeweils in einen Anzuchttopf (Durchmesser etwa sechs bis acht Zentimeter) gepflanzt.

Dabei, wie oben erwähnt, die Raumtemperatur beachten! Nach etwa 7 bis 14 Tagen müsste dann der Keimling zu sehen sein. Manchmal dauert es jedoch ein bisschen länger, Geduld tut Not! Haben sich die Keimlinge dann endlich blicken lassen, werden sie in ihren Anzuchttöpfen in große, etwa 20-Liter-große Blumentöpfe umgestellt.

Die neuen Töpfe müssen für ein gutes Gelingen mit Kakteenerde gefüllt sein, die nun den Keimling in seinem Aufzuchttopf umschließt. Ist der Keimling zur Jungpflanze geworden, kann er umgesetzt werden. Hat sie eine Höhe von etwa 60 Zentimetern erreicht, sollte sie um zehn Zentimeter gekürzt werden.

Auch die Seitentriebe dürfen nicht wie sie wollen. Bei einer Länge von 20 Zentimetern werden sie auf zehn Zentimeter runtergeschnitten. Nun sollte nur noch einmal im Jahr auf die gewünschte Höhe geschnitten werden.

Wo kann ich einen Moringa-Baum kaufen?

In hiesigen Baumschulen sucht man den Moringa-Baum bisher vergeblich. Das liegt in erster Linie daran, dass es sich beim Moringa-Baum um eine nicht winterharte, subtropische Pflanze handelt, die eine Temperatur von mindestens 22 Grad Celsius zum (Über)Leben braucht.

Sie im großen Stile anzubauen, ist also derzeit kaum durchführbar. Daher erfüllt man sich den Wunsch nach einem eigenen Moringa-Baum am besten, indem man im Internet nach entsprechenden Anbietern Ausschau hält.

Wo kann ich Moringa-Samen kaufen?

Samen des Moringa-Baumes kann man zum Beispiel im Internet bestellen und kaufen. Es gibt eine Reihe von Anbietern des Meerrettichbaumes.

Ist eine Moringa winterhart?

Leider nein. Da der Moringa-Baum aus den Subtropen stammt, ist er nicht winterhart.

Wie beginne ich mit der Aufzucht?

Mit der Aufzucht startet man am besten, indem man sich die passenden Samen, Töpfe und die richtige Erde besorgt.

Quellen:

1 https://researchmoringa.com/nih-research-1
2 Eilert U. et al. (1981): The Antibiotic Principle of Seeds of Moringa oleifera and Moringa stenopetala Journal of Medicinal Plant Research 42: 55-61
3 T.K., Lim. “Moringa Oleifera.” Edible Medicinal And Non-Medicinal Plants, 2012: 453-485.
4 Ogbe, A.O., and John P. Affiku. “Proximate study, mineral and anti-nutrient composition of Moringa oleifera leaves harvested from Lafia, Nigeria: Potential benefits in poultrynutrition and health.” Journal of Microbiology, Biotechnology and Food Sciences, 2011/2012: 296-308.
5 Mehta, K., et al. (2003). Effect of fruits of Moringa oleifera on the lipid profile of normal and hypercholesterolaemic rabbits. J Ethnopharmacol, 86, (2-3), 191-195. (Wirkung von Früchten von Moringa oleifera auf das Lipidprofil von normalen und hypercholesterinämische Kaninchen.)
6 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3930822/
7 https://www.dbu.de/projekt_07841/01_db_2409.html
8 Mehta, K., et al. (2003). Effect of fruits of Moringa oleifera on the lipid profile of normal and hypercholesterolaemic rabbits. J Ethnopharmacol, 86, (2-3), 191-195. (Wirkung von Früchten von Moringa oleifera auf das Lipidprofil von normalen und hypercholesterinämische Kaninchen.)
9 https://scialert.net/fulltext/?doi=ajbkr.2011.317.328
10 http://region4a.dost.gov.ph/news/670-eating-malunggay-leaves-lowers-blood-sugar-level-and-more