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Lifestyle – das klingt für so manchen eher nach Mode und Trends, nach Feiern und ausgefallenen Getränken. Tatsächlich handelt es sich aber schlicht und einfach um die Lebensweise. Im medizinischen Sinne geht es auch um die Art und Weise der Lebensführung samt Ernährung, Fitness und Gewohnheiten.

Was ist Lifestyle?

Vermag das Wort also bei manchem Menschen zunächst erst einmal andere Assoziationen zu erwecken, so ist Lifestyle doch nichts weiter als die Art und Weise der Lebensführung und betrifft genauer gesagt:

  • die Gewohnheiten
  • die Ernährung
  • die Work-Life-Balance
  • die Fitness
  • den Umgang mit Stress

 

Es handelt sich somit im Prinzip um die Einstellung zum Leben und den Herausforderungen, um die persönlichen Ziele und die Art des Weges, der zu ihrer Erfüllung führt.

Was macht Lifestyle aus?

Einen eigenen Lifestyle hat jeder – ob nun bewusst oder unbewusst. Der eine sucht gezielt nach Anerkennung und bezieht daraus seine Kraft. Der andere möchte möglichst viel Gutes für die Umwelt tun und schöpft daraus für sich Zufriedenheit.

Den Lifestyle macht vor allem das persönliche Ziel im Leben aus. Ist es der sparsame Umgang mit Ressourcen? Oder Spaß? Das Wohlergehen der Familie? Dies kann jeder Mensch nur für sich selbst beantworten. Es gibt jedoch einige Grundregeln, die für jeden gelten.

Die richtige Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance, also das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben, sieht ebenfalls für jeden anders aus. Der eine kann zwischen Arbeit und Freizeit, Bestätigung, Spaß und Anerkennung gar keine genaue Grenze ziehen – weil die Arbeit Spaß macht und in keiner Weise als Belastung empfunden wird.

Der andere ärgert sich fortwährend über die Arbeit, Kollegen und Überstunden und kommt darüber hinaus auch nicht in der knapp bemessenen Freizeit zur Ruhe. Zwischen diesen Extremen finden sich viele Graubereiche.

Wichtig ist schlussendlich nur, dass das Gleichgewicht individuell passt. Es zu finden, erfordert Geduld und Reflektion. Der Aufwand aber lohnt sich.

Darum ist das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit so wichtig

Ob jemand Treppenhäuser reinigt oder Neurochirurg ist – jeder Mensch benötigt einen Ausgleich zu seiner Arbeit, ein Gleichgewicht zwischen den mehr oder weniger fremd bestimmten Aufgaben und seiner selbst gestalteten Freizeit, um nicht nur zu funktionieren, sondern auch zufrieden oder gar glücklich zu sein.

Wer sich ausschließlich auf den Job konzentriert oder nur dem Spaß der Freizeit hinterherjagt, wird auf Dauer nicht glücklich werden. Manche bezeichnen die Suche nach der Balance als Ziel im Leben, andere als Lebenssinn. Im Endeffekt ist es schlicht das, was gemeinhin als „Goldene Mitte“ bezeichnet wird.

Ein Vergleich mit der Schule oder der Tierwelt bietet sich hier an. Unterricht und Pause finden seit jeher im Wechsel statt. Tiere ziehen nach einer Jagd nicht sofort wieder los, sondern ruhen, sonnen sich, dösen oder spielen. In der Schule wechseln sich Unterrichts- und Pausenzeiten ebenfalls ab.

Oder anders ausgedrückt: Wer leistungsfähig sein will, benötigt dafür entsprechende Pausen. Das ist allein schon biologisch begründet. Wird das nicht beachtet, sind Depressionen, Burnout oder gesundheitliche Beschwerden die möglichen Folgen.

Und was machst Du so in deiner Freizeit?

Freizeit? Was ist das? Junge Eltern und Workaholics wissen auf diese Frage meist wirklich nichts zu antworten. Freizeit bedeutet schlafen oder grundlegende Körperpflege zu betreiben. Allein ein ungestörter Einkauf ist schon ungewohnt erholsam für sie.

So extrem diese Fälle erscheinen, selten sind sie indes nicht. Dennoch gibt es klare Tendenzen bei der Nutzung der Freizeit.

Was sind die beliebtesten Hobbies

Laut einer auf Statista veröffentlichten und zwischen 2015 und 2017 durchgeführten Umfrage handelt es sich bei den beliebtesten Freizeitaktivitäten in absteigender Rangfolge um:

  • Gartenarbeit
  • Shopping
  • Rätseln
  • Auswärts essen
  • Computerspiele
  • Handwerken und einfache Reparaturen
  • Fitnessstudio
  • Wandern
  • Laufen
  • Gesellschaftsspiele
  • Sauna
  • Basteln
  • Feiern
  • Tanzen

 

Danach folgen vor allem verschiedene Sportarten. Was auffällig ist: Fernsehen taucht in der Umfrage gar nicht auf. Dabei zeigen die hohen Zuschauerzahlen ein ganz anderes Bild.

Stress

Wir kennen ihn alle: den Stress. Manche mehr, manche weniger – und er ist durchaus nicht immer negativ. Aber worum handelt es sich dabei überhaupt?

Was genau ist Stress?

Grundsätzlich wird zwischen Eustress – also positivem Stress – und Distress – also negativem Stress – unterschieden.

Als Eustress gelten positive Erlebnisse und mit Aufregung behaftete Ereignisse, wie beispielsweise:

  • Heirat
  • Geburt eines Kindes
  • Neue Partnerschaft, Verliebtsein
  • Anstehender Urlaub
  • Gut geplante Arbeit, die sich zwar mit zeitlichem Druck, dennoch aber ohne negative Gefühle bewältigen lässt
  • Aufregung vor einem Wettkampf

 

Als Distress gilt alles, was mit erheblichem Druck einhergeht und sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann oder schlicht und einfach als negativ empfunden wird. Mögliche Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Überforderung und Überbeanspruchung auf Arbeit
  • Zukunftsängste
  • Doppel- beziehungsweise Mehrfachbelastung durch Kinder, die Arbeit oder hohe Ansprüche im Arbeits- und Privatleben
  • Ständige Erreichbarkeit – ein „Abschalten“ ist im wahrsten Sinne des Wortes oft nicht möglich

 

Fest definiert sind diese Begriffe jedoch nicht für jeden Menschen, da die Unterscheidung in positiven und negativen Stress von der persönlichen Einstellung abhängig ist. Diese kann sich sowohl situativ als auch abhängig von kontextuellen Faktoren ändern.

Nehmen wir als Beispiel die Geburt eines Kindes. Die werdenden Eltern freuen sich monatelang darauf und sehnen das Ereignis herbei. Dann rückt der Termin näher. Das Paar hört Geschichten über Wehenschmerzen und Folgebeschwerden und aus dem Eustress kann ein Distress werden, obwohl sich das Ereignis selbst, die Schwangerschaft, überhaupt nicht verändert hat. Trotzdem kann sich in einem solchen Fall das Paar überfordert und ängstlich fühlen.

Ebenso kann negativer Distress zum positiv aufregenden Eustress werden, wenn beispielsweise der Chef die Arbeit an einem Projekt lobt – die vorher noch wie eine Überforderung wirkte. Oder die Arbeit unter Zeitdruck bringt eine ungeahnte Kreativität hervor.

Was unter negativem oder positivem Stress letztlich verstanden wird, hängt also von der persönlichen Empfindung ab.

Stresssymptome: Woran erkennt man Stress?

So unterschiedlich Stress eingeordnet wird, so unterschiedlich fallen auch die Symptome aus. Es gibt jedoch seit der Steinzeit eine Art Programm, dem der Körper noch immer folgt:

  • Konfrontation beziehungsweise Schreck mit folgender Handlungsunfähigkeit: „Können Sie heute noch ein paar Überstunden dranhängen, wir brauchen den Report bis allerspätestens Mitternacht!“ Wer hierauf nur stammeln kann oder in einsilbige Lautäußerungen verfällt, steht gerade ein klein wenig unter Schock. Das ist ganz normal. Unsere Vorfahren zeigten dieselbe Reaktion beim Anblick einer Säbelzahnkatze.
  • Angriff oder Flucht: Abhängig von Kontext und Charakter greifen wir entweder an (stellen uns der Aufgabe) oder nehmen die Beine in die Hand (flüchten vor dem Problem). Worauf die Entscheidung auch hinausläuft, dieser Moment geht mit der Ausschüttung von Adrenalin und anderen Stresshormonen einher. Das Herz schlägt schneller, die Muskeln werden angespannt und der Blutdruck erhöht sich. So war dies bereits bei den Steinzeitmenschen bei der Jagd auf eine Mammutherde.
  • Regeneration: Ob nun „Flucht oder Kampf“, sobald die Stresssituation gelöst ist, fällt die Konzentration der Stresshormone. Der Körper ist durch die Belastung erschöpft und müde und es beginnt die Regeneration.

 

Soweit der grobe Ablauf einer Stresssituation. Bei den Stresssymptomen handelt es sich im Einzelnen um:

  • Beschleunigter Herzschlag bis Herzrasen
  • Erwärmung des Körpers mit Schweißausbrüchen zur Abkühlung
  • Kalte Fingerspitzen und Zehen aufgrund eingeschränkter Durchblutung
  • Das Gefühl, „getrieben“ zu sein
  • Innere Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • Abrupte Müdigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Entscheidungsschwierigkeiten

 

Dies können Stressfaktoren sein

Welche Einflüsse uns stressen, hängt von der Prägung und den Gewohnheiten, dem Umfeld, dem Kontext sowie unseren eigenen Reserven und dem sonstigen Lifestyle ab.

Auch hier ein Beispiel zur besseren Veranschaulichung:

Person A ist wöchentlich auf mindestens einer Party. Sie freut sich auf die nächste Veranstaltung und wacht schon freudig erregt auf. Die Auswahl des Outfits, das Stylen und ihrer Garderobe den letzten Schliff zu verpassen bereiten ihr Spaß. Sie ist ausgeschlafen und zufrieden, isst wohlweislich nur eine leichte Mahlzeit, bevor sie zu der Feier fährt. Sie erlebt dabei jede Menge Eustress.

Person B ist im Gegensatz zu A kein Partygänger, kommt aber um diese Feier nicht herum. Sie macht sich bereits Wochen vorher Gedanken um die Garderobe und mögliche Gespräche, schläft schlecht und isst entweder zu viel oder gar nicht. Bei der Vorbereitung hat sie zittrige Hände und „alles geht schief“. Der Distress ist perfekt.

Derartiges lässt sich auch im Straßenverkehr beobachten. Routinierte Autofahrer biegen mit Leichtigkeit in eine Parklücke ein. Anfänger und unsichere Verkehrsteilnehmer haben dabei hingegen Angstschweiß auf der Stirn.

Die Stressoren fallen also ganz unterschiedlich aus. Häufig sind jedoch folgende Faktoren für den Stress verantwortlich:

  • Hohe Erwartungen im beruflichen oder privaten Bereich
  • Zeitdruck
  • Schwierige oder unvertraute Aufgaben
  • Neue Abläufe
  • Hohe Risiken
  • Hohe Verantwortung (alles hängt an mir)
  • Mangelnder Schlaf
  • Mangelnde Nährstoffzufuhr
  • Überforderung durch ungewohnte oder sehr viele Einflüsse
  • Fehlender Ausgleich und „blankliegende” Nerven
  • (empfundene) Hilflosigkeit
  • Vorstellung von unangenehmen, stressigen oder belastenden Situationen

 

So testen Sie ihr Stresslevel

Mal eben einige Überstunden schieben – so schlimm muss das nicht sein, wenn die Notwendigkeit dazu besteht und daraus kein Dauerzustand wird. Dem Partner, der Arbeit und den Kindern gerecht werden – auch das funktioniert eine Zeit lang recht reibungslos. Aber ab wann wird Stress belastend und ab welchem Level abträglich für die Gesundheit?

Auch diese Fragen können wiederum nur individuell beantwortet werden. Es finden sich hierfür aber durchaus Tests, die eine Orientierung zum jeweiligen Stresslevel geben können.

Zuviel Stress: Was können die Folgen sein?

Es gibt einige Beschwerden, die mit einem Zuviel an negativem Stress oder auch einer zu lang andauernden Stressbelastung beziehungsweise fehlenden Work-Life-Balance in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen:

  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Bluthochdruck
  • Burnout
  • Schmerzen in Rücken, Bauch und Kopf
  • Ständiges Grübeln
  • Störungen des Essverhaltens
  • Gereiztheit und Stimmungsschwankungen, Aggressivität
  • Sexuelle Unlust, Impotenz
  • Missbrauch von Genussmitteln beziehungsweise Drogen, wie Alkohol, Nikotin, Tabletten oder Cannabis
  • Entscheidungsschwäche
  • Störungen der Konzentration und der Erinnerung
  • Sinkende Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit
  • Unbegründete Ängste
  • Bluthochdruck
  • Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall oder Verstopfung
  • Geschwüre

 

Stressmanagement: Schritt für Schritt zum Stressabbau

Hier muss ganz klar unterschieden werden, ob es sich um eine akute oder chronische Stressbelastung handelt. Akute Stresssituationen oder kurzzeitig bestehende Belastungen lassen sich in der Regel noch gut allein managen. Haben sich aber erst einmal Verhaltensmuster zum Umgang mit Stress eingeschliffen, wird es deutlich schwieriger und professionelle Hilfe kann dann nötig sein.

Ein einfach umzusetzender Schritt-für-Schritt-Plan zum Stressabbau beziehungsweise einem verbesserten Umgang mit Stress könnte wie folgt aussehen:

  • Tief durchatmen: Das gibt dem Körper während des ersten Schock- bzw. Stressmoments Zeit, um sich zu beruhigen und bereits zur nächsten Stufe zu wechseln.
  • Fight or Flight – also Kampf oder Flucht: Auch hier hilft es, sich zur Ruhe anzuhalten und sich zunächst auf die Atmung zu konzentrieren. Die Verzögerung durch das bewusste Atmen gibt zudem dem Verstand Zeit, sich einzuschalten, und mildert die Stressreaktion ab.
  • Erholung erlauben und ermöglichen: Eine Stressreaktion ist immer eine Belastung für den Körper. Er muss währenddessen auf Hochtouren laufen. Danach benötigt er einen Ausgleich, muss also zur Ruhe kommen und sich regenerieren können. Je höher die Stressbelastung, desto umfassender sollte die Ruhephase sein.

 

Nun ist uns allen bewusst, dass wir vor allem an stressigen Tagen keine Zeit haben, um uns erst einmal entspannt zurückzulehnen und die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin abebben zu lassen. Bereits bewusstes Atmen und eine Ruhezeit von nur wenigen Minuten kann aber dabei helfen, deren Auswirkung abzuschwächen und so wieder einen klareren Kopf zu bekommen.

Dieser Prozess ist Übungssache. Das tiefe Durchatmen hat also nicht sofort magische Wirkungen, sondern muss stattdessen trainiert werden, um als Strategie zu funktionieren.

Zudem hat es sich für einige Menschen bewährt, einen Spaziergang zu machen oder auch eine Runde zu laufen. Die „nervöse“ Energie kann dadurch schneller abgebaut werden. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür jedoch nicht. Zudem ist diese Strategie nicht immer praktikabel, insbesondere auf der Arbeit.

Mit Stressabbau zu mehr Lebensfreude

Wer schon einmal völlig gestresst nach Hause kam, der konnte sich sicher nicht von einer Sekunde auf die andere authentisch freuen und entspannen. Viele müssen erst umschalten und ankommen. Auch das ist eine Strategie, um mit Stress besser umzugehen: Eine Pause zwischen der Arbeit und dem Privatleben einbauen. Ob das ein Spaziergang um den Block ist, ein Telefonat mit einem Freund oder ein Hörbuch auf der Fahrt – gut ist, was funktioniert. Ungünstig ist es hingegen, sich selbst noch mehr unter Druck zu setzen und ein sofortiges „Umschalten“ zu erwarten. Dennoch: Die Ruhepause muss nach Stressreaktionen sein. Das ist sogar biologisch bedingt.

Welche Verbindung weisen diese Hinweise zum Stressabbau aber nun mit dem Lifestyle bzw. der Lebensfreude auf? Eine einzige Stressbelastung kann den ganzen Tag beeinträchtigen. Das muss sie aber nicht, wenn eine klare Abgrenzung zu den Stressoren bzw. zwischen den verschiedenen Bereichen stattfindet. Oder anders ausgedrückt: Der Ärger sollte nicht mit nach Hause, ins Hobby oder die Familie genommen werden. Es ist wichtig, hier einen deutlichen Abstand zu schaffen.

Sich darüber zu beschweren oder auszutauschen ist natürlich weiterhin in Ordnung – nur die aufgebrachten Gefühle, wie Hilflosigkeit, Ärger oder Überforderung, sollten soweit wie möglich außen vor bleiben und nicht auf andere, wie den Partner, übertragen werden. Hierzu stehen verschiedene, grundsätzliche Strategien zur Verfügung:

  • Über die Gefühle sprechen oder schreiben: Gefühle entweder schriftlich oder verbal zu äußern hilft dabei, sie zu verarbeiten und zu reflektieren. Das wiederum schafft einen gesunden Abstand und dient als Basis für die Entwicklung individueller Strategien.
  • Pause einlegen: Durchatmen, ein Lied anhören, ein paar Minuten die Augen schließen, ein Telefonat oder gar ein Spiel auf dem Handy – Ziel ist es, dass es eine klare Grenze zwischen dem Stress und allem Nachfolgenden gibt.
  • Erkennen, woher der Ärger kommt: Es passiert uns allen früher oder später, dass wir Stress und Ärger mit uns herumschleppen und an Menschen auslassen, die damit nichts zu tun haben. Das ist zwar menschlich, auf Dauer aber schädlich für Beziehungen. Bei Gereiztheit und schlechter Laune sollte daher überlegt werden, woher diese kommen. Sind es wirklich die spielenden Kinder oder war es eher der Kollege, der für Zeitdruck und Stress sorgte?
  • Umgang überlegen: Stress entsteht auch dadurch, dass wir uns machtlos und überfordert fühlen. Dagegen kann es helfen, sich einen individuellen Umgang mit zukünftigen Stresssituationen zu überlegen. Um sich selbst etwas Zeit zu verschaffen, kann beispielsweise erst einmal ein Schluck getrunken, bis Zehn gezählt oder gezielt zur vorliegenden Aufgabe nachgefragt werden. Beim Einparken kann es sinnvoll sein, jeden nötigen Schritt laut auszusprechen.
  • Klärung und Lösung suchen: Tritt immer wieder die gleiche Stresssituation auf, kann sehr gezielt nach einer Klärung und Lösung gesucht werden. So kann mit dem Chef darüber gesprochen werden, wie Projekte künftig besser organisiert werden können. Bei Unsicherheit und Stress während des Autofahrens sind weitere Übungsstunden mit einem Fahrlehrer und ein Fahrsicherheitstraining ratsam. Kommt es hingegen zu Stresssituationen im Familienleben, dann helfen ruhige Gespräche darüber, wie die auslösenden Situationen künftig anders gestaltet werden können.
  • Ablenken: Will sich der Stress einfach nicht verabschieden, kann Ablenkung und gezielte Entspannung sinnvoll sein. Witze lesen, eine Dusche oder ein Bad nehmen, Entspannungstechniken praktizieren oder etwas Albernes machen – und wenn es ein kurzes Schütteln oder zwei Minuten expressives Tanzen sind – Hauptsache, Körper und Geist geraten aus dem angespannten Zustand.

Wer es schafft, den Stress zu managen, kann sich wieder auf die notwendigen oder auch die schönen Dinge konzentrieren und reagiert nicht mehr gleich gereizt. Dies ist entscheidend für die Lebensfreude.

Stress in der Schwangerschaft – Welche Risiken gibt es?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt an, dass sich anhaltender oder extremer Stress in der Schwangerschaft abträglich auf die Entwicklung des Kindes auswirken kann. Möglich sind ein geringeres Geburtsgewicht, aber auch Fehl- oder Frühgeburten. Bei Stress in der Schwangerschaft ist daher besondere Vorsicht geboten.

Kommt es zu Stress am Arbeitsplatz? Hier kann in extremen Fällen ein Beschäftigungsverbot erwirkt werden. Gegen den Jobstress oder auch Unistress können jedoch auch Entspannungstechniken und die bereits genannten Tipps zur Stressbewältigung eingesetzt werden. Diese helfen auch, wenn es zu Stress ohne Grund oder zu Problemen in der Partnerschaft kommt.

Zudem ist es möglich, den Stress zu messen, beispielsweise durch Beobachtung, Fragebögen oder eine Blutuntersuchung. Danach ist klar, ob der Stress reduzieren werden muss.

Speziell in der Schwangerschaft kommt es zu einigen besonderen Formen der Belastung. Die folgenden Tipps können dabei helfen, diesen Stress zu bewältigen:

  • Feste Pausen einbauen: Viele Mütter schlafen in der Schwangerschaft für zwei. Die ständige Müdigkeit führt zu verminderter Leistungsfähigkeit und ein Gefühl der Überforderung kommt schneller auf. Wichtig sind daher feste Pausen, Zeit für Powernaps und Ruhe.
  • Angst vor der Zukunft nehmen: Ob es das erste oder das dritte Kind ist, viele werdende Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft. In Fragen zur Erziehung, Organisation oder Belastungen für die Partnerschaft kann es hilfreich sein, das Gespräch zu anderen Eltern zu suchen, eine Beratungsstelle aufzusuchen oder diese Fragen gemeinsam mit dem Partner zu klären und zu planen. Diese Ängste sind ganz normal, weit verbreitet und vielen bekannt. Dadurch ist es zumeist auch leicht, einen Gesprächspartner zu finden.
  • Geburt: Wenn es auf das Ende der Schwangerschaft zugeht, sind viele werdende Mütter zwiegespalten. Sie wollen den neuen Erdenbürger endlich in den Armen halten, haben aber auch Angst vor der Geburt. Hier helfen Vorbereitung mit Atemtechniken und Gespräche mit dem Arzt und einer Hebamme über die Möglichkeiten der Schmerzlinderung und die Abläufe während der Niederkunft.

 

Gesund leben

Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Das fällt bereits dann auf, wenn eine kleine Erkältung uns im Alltag lahmlegt. Damit sie erhalten bleibt, ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Aber was gehört zu diesem dazu?

Was zeichnet einen gesunden Lebensstil aus?

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Entspannung, regelmäßige Bewegung und Untersuchungen beim Arzt sind wichtig für einen gesunden Lebensstil. Dazu natürlich noch das Vermeiden bzw. Lösen von Stress und Ärger und der Verzicht oder zumindest ein eingeschränkter Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin.

Eigentlich ganz einfach – nur eben nicht in der Umsetzung. Wer gesünder leben möchte, der sollte daher schrittweise Änderungen vornehmen. Das ist langfristig erfolgversprechender, als alles auf einmal umzustellen.

Green Lifestyle – umweltbewusst und nachhaltig leben

Der Green Lifestyle ist ein Trend, den jeder einmal versuchen sollte – denn er tut nicht nur der eigenen Gesundheit gut, sondern auch der Umwelt. Das Leben soll nachhaltiger geführt, Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt werden. Hehre Ziele, die sich bereits durch kleine Veränderungen erreichen lassen:

  • Umweltfreundlich reisen: Wir wissen es alle, aber Hand aufs Herz – wie oft wird doch das Auto angeworfen, obwohl die Strecke locker zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden könnte? Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften sind dabei die besseren Varianten, während Radfahren und Gehen sogar noch der Gesundheit zugutekommen.
  • Tausch statt Kaufrausch: Der Kleiderschrank ist voll, aber das Kaufen neuer Modelle dennoch verlockend? Tauschbörsen können Alternativen zum Shoppen sein und haben zugleich noch einen sozialen Faktor. Mit Foodsharing werden hingegen Lebensmittel davor bewahrt, zu verfallen. Sie können entweder gespendet oder tatsächlich mit anderen getauscht werden.
  • Frisch, lokal und saisonal: Verarbeitete oder auch exotische Lebensmittel belasten die Umwelt unter anderem durch den Transport und sind in vielen Fällen auch nicht das Beste für unsere Gesundheit. Ein Anfang zur Veränderung in diesem Bereich kann es sein, mehr lokales Obst und Gemüse zu kaufen. Das ist ohnehin nur in der jeweiligen Saison erhältlich. Kräuter und Snackgemüse lassen sich zudem bequem auf der Fensterbank oder dem Balkon anbauen – das spart Geld, Aufwand und kommt der Umwelt ebenso zugute wie der Ernährung.
  • Plastik kommt nicht in die Tüte: Mehrlagig in Plastik verpacktes Obst und Gemüse gibt es im Supermarkt leider sehr häufig. Selbst die Bio-Varianten stecken oftmals in Plastikhüllen. Die schonendere Alternative sind der Einkauf auf dem Wochenmarkt und die Wahl unverpackter Produkte. Das Einkaufen in verpackungsfreien Supermärkten und die Verwendung von Stoffbeuteln sind ebenfalls sinnvoll.

Und was hat Green Lifestyle nun mit der Gesundheit zu tun? Mehr Bewegung, gesündere Ernährung und ein bewusster Umgang mit uns und der Umwelt – der Einstieg in das grünere Leben hat sehr direkte Einflüsse auf uns und unsere Mitmenschen.

Zero-Waste-Lifestyle – Nur eine Zeiterscheinung?

Zero Waste – also null Müll – kommt ebenso zunehmend als Trend auf, wie der Green Lifestyle. Wer einsteigt, wird zunächst schockiert sein, wie viel Müll selbst bei einem sparsamen Leben tagtäglich anfällt. Plastikverpackungen, Wegwerf-To-Go-Becher, Beutel, Küchenpapier, Konservendosen und umverpackte Fertigprodukte sammeln sich schnell zu einer großen Menge an.

Das Ziel von Zero Waste ist selbsterklärend, aber schwierig zu erreichen. Schließlich ist fast alles verpackt, vom Essen bis hin zum Waschmittel. Es gibt aber wiederum Möglichkeiten, das eigene Müllaufkommen zu reduzieren und dabei direkt auch auf die Gesundheit und die Nachhaltigkeit des eigenen Lifestyles zu achten. So beispielsweise durch:

  • Wochen- und Bauernmärkte
  • Wiederverwendung kaputter oder alter Kleidung als Beutel und Putzlappen
  • Verpackungsfreie Supermärkte
  • Eigene Herstellung von Waschpulver
  • Verzicht auf verpackte Hygieneartikel und Kosmetika und stattdessen hochwertige Seifenstücke – selbst Zahnpasta gibt es als Pulver oder in fester Form als Block

 

Für mehr Tipps und den Austausch darüber gibt es entsprechende Foren im Internet.

Gesunde Lebensmittel, gesunder Körper?

Du bist, was du isst – den Spruch kennt wohl jeder. Natürlich werden wir dadurch nicht zur Sahnetorte oder einem Hot Dog aber an der Redewendung ist dennoch ein Stück Wahrheit. Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, leistet einen wichtigen Beitrag zu seiner Gesundheit und der Vorbeugung von Krankheiten und kann sogar positiv auf das Lebensgefühl einwirken.

Aber bitte nicht als Diät, sondern als Ernährungsumstellung mit viel Gemüse und anderen vitalstoffreichen und ballaststoffreichen Lebensmitteln. Natürlich ist die Gesundheit auch dann nicht garantiert aber sie steht damit auf einer guten Basis.

Projekt: Gesund leben – Lebensqualität und Genuss

Zu einem gesunden und glücklichen Leben gehört auch der Genuss. Leider vergessen viele von uns sehr oft, was das eigentlich bedeutet. Anstatt eine hochwertige Tafel Schokolade ganz bewusst zu genießen und jede Geschmacksnote wahrzunehmen, werden lieber drei billige Tafeln im Vorbeigehen gegessen. Das soll nicht heißen, dass Genuss nur durch teure Produkte möglich ist. Genuss benötigt aber in jedem Falle Zeit und bewusstes Innehalten.

Wer sich diese nimmt und zudem noch hinterfragt, womit wir uns umgeben, kann seine Lebensqualität und den Genuss schnell und einfach um ein Vielfaches steigern.

  • Haus, Garten, Freizeit: Neben den Beziehungen zu Partner, Familie und Freunden sowie der Arbeit sind Haus oder Wohnung, Balkon oder Garten und natürlich unsere Freizeit die wichtigsten Faktoren in unserem Leben. Sind diese wirklich so gestaltet, wie es uns gefällt? Oder wurde da schlicht auf Trends und Praktikabilität geachtet? Der Genuss daran kann erhöht werden, wenn ihnen eine persönliche Note verliehen oder sich intensiver damit beschäftigt wird. Dabei geht es weniger um das Haben, sondern vielmehr um das Machen. Im Garten selbst Gemüse zu ziehen und dabei die Sonne zu spüren, ist für viele deutlich befriedigender als die Designergartenmöbel auf der Terrasse – und zudem entspannender.
  • Minimalismus: Ein wirklich bewusster Blick durchs Wohnzimmer oder auch in den Kleiderschrank bringt oft Unmengen an Besitztümern hervor. Selbst wenn diese seit Jahren nicht mehr beachtet oder benutzt wurden, sie umgeben uns Tag für Tag. Ein gründliches Aussortieren lohnt sich. Bleiben darf nur, was einen hohen emotionalen Wert hat oder praktisch ist und tatsächlich benutzt wird. Das Lebensgefühl wird freier und wir können uns ganz bewusst an dem erfreuen, wofür wir uns entschieden haben. Diese Einstellung zieht sich später oftmals auch durch andere Lebensbereiche. Will ich das wirklich? Brauche ich das? Was uns nicht glücklich macht oder hilft, lassen wir nicht mehr an uns heran. Das bedeutet weniger Ballast und somit auch weniger Belastung.
  • Lebensstil: Höher, schneller, weiter, gemütlich, luxuriös oder sparsam? Der individuelle Lebensstil wird von vielen Faktoren beeinflusst. Darunter dem Charakter, den Vorlieben, aktuellen Trends, der Arbeit und den Beziehungen. Wichtig ist in jedem Fall, dass er wirklich zu uns passt und uns zufrieden macht. Klingt logisch und scheinbar selbstverständlich. Leider ist das bei Weitem nicht immer der Fall. Zu Hinterfragen und zu reflektieren lohnt sich jedoch.

 

Schlafen

Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend – heißt es. Menschen mit Schlafstörungen können davon nur im wachen Zustand träumen, während sie schlaflos auf ihren Wecker starren.

Das klingt viel und sollte es auch sein. Immerhin gibt uns dieses Drittel die Kraft, um die anderen zwei zu bestreiten und Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. Er gehört zu einem gesunden Leben also einfach dazu.

Deswegen hat es erhebliche Auswirkungen, wenn er sich uns entzieht. Schlechte Laune, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Schwäche, verringerte Leistungsfähigkeit – um nur ein paar der möglichen Folgen zu nennen. Anhaltender Schlafmangel wird sogar mit psychischen Problemen und Erkrankungen, wie Depressionen, in Verbindung gebracht.

Wer einen gesunden Lifestyle betreiben möchte, sollte also auch auf den Schlaf achten.

Wieviel Schlaf ist gesund?

Die Faustregel lautet acht Stunden pro Nacht. Viele Menschen bringen es aber nur auf sechs bis sieben.

Optimal und gesund sind laut einer Studie, die über mehrere Jahre und mit mehr als einer Millionen Probanden durchgeführt wurde, sieben Stunden. Wer kürzer als sieben oder länger als acht Stunden schläft, steigert sein Risiko für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen, wie beispielsweise nachlassende kognitive Fähigkeiten oder Diabetes. Zu viel Schlaf ist also ebenfalls nicht ideal.

Wieviel Schlaf brauche ich?

Das lässt sich nicht pauschal für jeden Tag sagen. Nach Stress und bei Krankheiten kann der Körper längere Schlafphasen benötigen, um sich zu erholen. Als allgemeine Orientierung gelten jedoch sieben bis acht Stunden.

Wann spricht man von Schlafstörungen?

Sich ab und an in der Nacht schlaflos im Bett zu wälzen oder häufiger aufzuwachen, ist vollkommen normal. Passiert dies aber wenigstens viermal wöchentlich über mindestens einen Monat hinweg, dann liegt eine chronische Schlafstörung vor.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

Grundlegend werden Schlafstörungen in zwei Arten unterschieden: Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen. Die Bezeichnungen verraten bereits, worum es sich dabei handelt.

Hinzu kommt noch die Schlafapnoe, also Atemaussetzer in der Nacht. Erholsamer Schlaf ist damit ebenfalls nicht möglich und die Betroffenen fühlen sich häufig dauerhaft müde.

Seltener aber teils beängstigend ist die eigentlich normale Schlafparalyse. Die Skelettmuskeln sind im Schlaf wie gelähmt, also paralysiert. Das verhindert, dass wir auch bei aufregenden Träumen um uns schlagen und treten. Sobald wir aufwachen, verschwindet die Schlafparalyse im Normalfall wieder. Schläft der Körper aber noch, während der Geist schon wach ist, nehmen wir die Lähmung als beängstigend wahr und können uns wie im eigenen Körper gefangen fühlen.

Was kann man bei Schlafstörungen tun?

Der Ursache auf den Grund gehen. Ist der Alltag zu stressig? Kommen die Gedanken einfach nicht zur Ruhe? Ist das Schlafzimmer zu warm, zu kalt, zu hell oder zu laut? Wird zu spät noch gegessen oder etwas Aufregendes gelesen oder im Fernsehen geschaut?

Eigentlich ist es ganz normal, dass Menschen während des Schlafs mehrfach aufwachen – die meisten bemerken es nur nicht. Wer aber das Gefühl hat, ständig wach zu sein, und einfach keinen Schlafrhythmus aufbauen kann, der sollte schnellstmöglich einen Arztbesuch zur Abklärung ansetzen. Auch das Filmen des eigenen Schlafes und das Dokumentieren der Umgebungseinflüsse kann dabei helfen. Eine weitere Möglichkeit ist das Aufsuchen eines Schlaflabors, indem der Schlaf überwacht und Gründe für die Störungen analysiert werden können.

So wird Schlafen wieder erholsam

Wenn den Schlafstörungen keine gesundheitlichen Ursachen zugrunde liegen, kann der Schlaf durch einfache Mittel und Maßnahmen begünstigt werden. Zu den bewährten Tipps gehören:

  • Keine Aufregung: Ein Thriller, laute, schnelle Musik oder Probleme wälzen? Das sind kurz vor dem Schlafengehen keine guten Ideen. Alles was auf- oder anregend ist, sollte am späten Abend gestrichen werden. Dazu zählen beispielsweise auch kühle oder Wechselduschen, Sport mit Ausnahme von Yoga sowie stimulierende Getränke und Speisen.
  • Leichtes Abendessen: Nach schweren Mahlzeiten werden die meisten müde und würden gerne ein Nickerchen zur Verdauung einlegen – für den Nachtschlaf sind deftige und schwer verdauliche Speisen aber abträglich. Das Abendessen sollte daher besser aus leichter Kost bestehen und nicht zu spät eingenommen werden.
  • Kein Alkohol: Bei vielen ist es die Feierabend-Tradition, bei einem Bier oder einem Glas Wein zu entspannen. Solange der Alkohol wirklich genossen und nur in kleinen Mengen getrunken wird, ist das auch vollkommen in Ordnung. Leider bleibt es gerade nach einem besonders stressigen Tag oftmals nicht bei einem Glas. Der Alkohol soll dabei Entspannungs- und Einschlafhilfe sein, erreicht aber das genaue Gegenteil. Entweder regt er an, lenkt die Gedanken in negative Bahnen oder stört den Schlaf durch nötige Entgiftungsprozesse. Besser ist ein Beruhigungstee oder warme Milch.
  • Frischluft: Eigentlich regt diese an und hält wach. Dennoch sollte das Schlafzimmer gut gelüftet werden. Auch ein entspannter abendlicher Spaziergang wird von vielen als Schlafhilfe empfunden.
  • Geräuschkulisse: Ein Klacken hier, ein Tröpfeln da, draußen knallt eine Autotür zu – Menschen mit leichtem Schlaf werden bei den kleinsten Geräuschen wach. Hier können Schlafmusik, ein Hörbuch oder „White Noise“, etwa Tonaufnahmen von Regen oder Meeresrauschen, hilfreich sein. Wer dabei einschläft, blendet andere Geräusche zumeist auch im Schlaf problemlos aus.
  • Gezielte Entspannung und Rituale: Entspannungstechniken praktizieren, sich den Ärger des Tages von der Seele schreiben, ein Bad nehmen – eine ruhige Gewohnheit am Abend kann schnell zum schlafeinleitenden Ritual werden und damit auch in stressigen Phasen beim Ein- und Durchschlafen helfen.
  • Bewegung am Tag: Nach dem Training, einer langen Wanderung oder im Urlaub schlafen viele „wie ein Baby“. Der Grund ist nicht selten die körperliche Auslastung, die bei der Entspannung hilft. Das Integrieren von Fitness in den Alltag ist also ebenfalls eine Schlafhilfe.
  • Temperatur: 18 °C Raumtemperatur beträgt die ideale Schlaftemperatur. Das Empfinden ist aber auch hier sehr individuell und sogar von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Es kann sich daher lohnen, verschiedene Temperaturen auszuprobieren und die Luftfeuchte zu variieren.

 

Zähneknirschen im Schlaf: Das kann man tun

Ein Drittel aller Erwachsenen knirscht, mahlt und beißt in der Nacht – zumindest vorübergehend. Selten ist das Zähneknirschen also nicht. Schutz für die Zähne bietet eine speziell vom Zahnarzt angefertigte Beißschiene. Darüber hinaus können die folgenden Methoden Abhilfe schaffen:

  • Yoga
  • Warme Kompressen
  • Massagen der Kaumuskulatur
  • Progressive Muskelrelaxation und andere Entspannungsübungen
  • Lösen von Problemen
  • Sich Gefühlen stellen
  • Verhaltenstherapie

Muskelentspannung nach Jacobsen

Die Muskelentspannung nach Jacobsen wird oft als Entspannungstechnik angeführt und empfohlen. Es handelt sich hierbei um eine bewährte Methode, bei der durch gezielte und kontrollierte Anspannung die Muskulatur gelockert wird.

Zehen, Beine, Bauch und Rücken, Arme, Hände und Finger und selbst das Gesicht samt Augenlidern werden für jeweils 10 bis 15 Sekunden angespannt und dann entspannt. Diese Maßnahme hilft in der Regel auch dabei, psychisch bewusst zu entspannen und locker zu lassen.

Glück

Glück – wir alle wollen es. Aber was genau ist das eigentlich? Ist es der Sechser im Lotto? Liebe, Familie, Freunde, Gesundheit oder eine erfüllende Tätigkeit? Die Antwort darauf ist nicht einfach.

Die ewige Suche nach dem Glück

Eigentlich streben wir alle danach und jagen dem Glück ständig hinterher. Und dabei haben wir alle schon jede Menge davon – wir bemerken es meist nur nicht.

Anstatt danach zu suchen ist es zunächst sinnvoller, erst einmal zu wissen, was das persönliche Glück eigentlich ist und was es ausmacht. Eine Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt, aber wichtig für das Finden des Glücks ist.

Was ist eigentlich Glück?

Glück ist für jeden etwas anderes. In Umfragen liegen jedoch Gesundheit und eine liebevolle Partnerschaft sehr weit vorn. Auch Selbstverwirklichung, Sicherheit und beruflicher Erfolg werden oft als Glück empfunden.

Im Prinzip ist Glück also für uns alle die Erfüllung eines grundlegenden Bedürfnisses und die damit verbundene Dankbarkeit. Sei es Partnerschaft, Kinder, Freiheit, finanzielle Absicherung oder beruflicher Erfolg.

Glücklich sein – kann man das lernen?

Ja und nein. Manche Menschen sind häufig glücklich und zufrieden. Andere eher selten. Das liegt zum einen an den Genen und zum anderen an der Prägung. Von den aktuellen Lebensumständen ganz zu schweigen.

Wir können also nicht alle über jede warme Mahlzeit jubeln. Aber, die eigene Zufriedenheit und das eigene Glück lassen sich durchaus mehr in den Fokus rücken und werden durch die Konzentration darauf klarer.

  • Dankbarkeit: Einer der Schlüssel zu einem glücklichen Leben ist die bewusste Dankbarkeit. Am besten täglich. Gesundheit, Arbeit, Familie und Freunde, fernab von Kriegsgebieten zu wohnen, ein Dach über dem Kopf zu haben und jederzeit zum Arzt gehen zu können, nicht hungern zu müssen – darüber denkt kaum jemand nach, solange er unter diesen glücklichen Umständen lebt. Aber es sind extrem gute Gründe, dankbar zu sein.
  • Aktiv werden und Erinnerungen sammeln: Immer vor dem Fernseher sitzen? Das macht auf Dauer unzufrieden. Die schönsten und glücklichsten Momente in unserem Leben sind für gewöhnlich nicht Szenen aus einer Fernsehserie oder -show. Sie passieren, wenn wir etwas unternehmen, reisen, unter Menschen sind oder neue kennenlernen.
  • Lernen und wachsen: Neues auszuprobieren zeigt uns einerseits, was wir wollen und mögen oder gar lieben, und andererseits, was wir bereits kennen und können. Es hilft uns also zu erkennen, wer wir sind. Auch das macht glücklich und zufrieden.
  • Kleine Momente: Schon einmal eine selig lächelnde Mutter gesehen, weil ihr Kind gerade den ersten Schritt macht? Oder ein Paar, dass in Eintracht den Sonnenuntergang beobachtet? Oder jemanden, der gerade Enten füttert und sich einfach nur an ihnen erfreut? Diese kleinen Momente sind für viele das größte Glück – wenn sie bewusst wahrgenommen werden. Das mag für manches Ohr esoterisch klingen, ist aber die Mühe wert.

 

Was ist Glück für mich?

Die Umarmung eines geliebten Menschen? Das Haus am See? Viel Geld oder ein Tag in der Sonne? Ein (sportliches) Ziel zu erreichen?

Die Frage nach dem persönlichen Glück kann nur jeder für sich selbst beantworten. Was dabei aber hilft, ist das Schwelgen in Erinnerungen. Was wurde als glücklicher Moment empfunden? Und was stand dahinter?

Basieren das Glück und die Freude über die Beförderung auf der Anerkennung oder der Gehaltserhöhung, die mehr Sicherheit und Freiheit gibt? Wer herausfindet, was für ihn wichtig ist, kann darauf hinarbeiten und sich viel bewusster darüber freuen – also glücklich sein.

Karriere und Erfolg

Manche definieren sich darüber, andere nehmen den Job als notwendiges Übel hin – die Rolle der Karriere und des Erfolgs sollte im Lifestyle nicht unterschätzt werden, sowohl im Negativen, als auch im Positiven.

Karriere kann Unabhängigkeit und Anerkennung bedeuten. Aber auch viel Verantwortung und Stress mit sich bringen. Daher ist es wichtig, sich bei der Auswahl des Berufs und fortlaufend im Leben die Frage zu stellen, was eigentlich erreicht werden soll.

Der Schlüssel zum Erfolg

Erfolg, was ist das eigentlich? Ist das ein großes Haus und ein schickes Auto? Anerkennung von anderen? Das Gefühl, etwas auf der Welt zu verändern, Menschen oder Tieren zu helfen, die Umwelt zu retten?

Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes und wie beim Glück muss sich die Frage jeder Mensch selbst beantworten. Der Schlüssel zum persönlichen Erfolg beziehungsweise zu einem erfolgreichen Leben ist demnach auch bei jedem etwas anderes. Für alle, die nach Freiheit und Flexibilität streben, ist es vielleicht der Start in die Selbstständigkeit. Für Abenteurer hingegen die Weltreise oder das Auswandern.

Was sich jeder vor Augen halten sollte: Es gibt schlecht bezahlte Kranken- oder Altenpfleger, die absolut glücklich sind und sowohl ihre Karriere, als auch ihr Leben als erfolgreich empfinden. Es gibt reiche Manager, die sich selbst zur Arbeit zwingen müssen und sich in einer zermürbenden Mühle gefangen fühlen. Die Karriere allein bestimmt also nicht über das Erfolgsgefühl. Dies hängt vielmehr von der Definition des persönlichen Erfolgs und dem Einbringen in die Arbeit ab.

Erfolg im Beruf – darauf kommt es an

  • Eignung: Ein Einzelkämpfer in Teamarbeit oder jemand, der sich als Pfleger nicht gern um andere kümmert – das wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht lange gut gehen. Die Karriere muss den eigenen Vorlieben und jeweiligen Eigenschaften entsprechen. Natürlich lässt sich auch bei entsprechender Auswahl nicht immer die perfekte Anstellung finden, aber zumindest die Möglichkeit, berufliche Erfüllung zu finden.
  • Respekt: Wird der Beruf selbst ständig abgewertet, ist es mit der Zufriedenheit und dem Erfolg vermutlich nicht weit her. Wer weiß, warum er den Job ausübt, hat bessere Karten. Zudem sollten Kollegen, Chef und Aufgaben respektiert werden. Ist das nicht der Fall, wird man höchsten zum Tyrann, aber nicht zum Durchstarter.
  • Ziele: Geld, Verbesserung auf der Welt, ein sicheres Gehalt? Der Grund für die Berufswahl sollte klar sein. Wer eigentlich nur Sicherheit und einen geregelten Feierabend möchte, muss nicht die höchsten Stufen der Karriereleiter erklimmen, um glücklich zu sein und sich erfolgreich zu fühlen. Was ist das Ziel, aus welchem Grund und wie kann ich es erreichen? Wer sich diese Fragen beantworten kann, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Karriere.
  • Motivation, Einbringung und Empathie: Hochmotiviert beginnt der neue Betreuer seinen Job. Er will Menschen helfen und ihr Leben verbessern, seine Kollegen motivieren und einiges verändern. Für „Alteingesessenen“ kann dieses enthusiastische Auftreten jedoch wie permanente Kritik, übergriffiges Verhalten und jugendlicher Übermut wirken. Als Resultat sind beide Seiten eher früher als später unmotiviert und enttäuscht von der anderen Partie. Fairness, Erfolg und Motivation? Diese bleiben mit Sicherheit ebenso auf der Strecke wie der Erfolg. Wichtig ist es daher, sich jeweils in den anderen einzufühlen und dessen Motivation zu verstehen. Wer sich darüber hinaus noch einbringt, zuhört und andere da abholt, wo sie gerade stehen, hat die besten Karrierechancen.

 

Selbstverwirklichung und Erfolg – fast zu schön, um wahr zu sein

Die Welt verbessern und dabei Unmengen an Geld verdienen, von allen anerkannt werden und reichlich Freizeit haben? Schön wäre es, oder? Aber in der Realität muss jeder Prioritäten setzen. Zudem ist es wichtig, sich erst einmal darüber klar zu werden, was die individuelle Selbstverwirklichung überhaupt bedeutet.

Ist es politisches Engagement oder eine glückliche Familie, Ausleben der Kreativität oder Tiere retten? Geht es um die Aufklärung von Menschen, das Entdecken der Welt oder Hilfe für Lebewesen? Es gibt so viele Wege, Möglichkeiten und Ziele der Selbstverwirklichung. Die eigenen zu finden kann mühselig sein, aber ohne diesen Aufwand werden Karriere und Selbstverwirklichung eher zum Glücksspiel.

Welche Wirkung hat Erfolg auf andere?

Das kommt ganz darauf an. Wer durch Leidenschaft und Beharrlichkeit an seine Position gekommen ist, reißt andere Leute mit, kann sie inspirieren und motivieren. Wer hingegen selbst nicht recht an sich glaubt, der wird auch keine derartige Wirkung auf andere haben können.

Erfolg hat noch dazu eine Kehrseite. Straucheln, fallen, aufrichten, weitermachen und dann irgendwann siegen – das zieht uns an. Da fiebern andere mit und freuen sich über den schlussendlichen Erfolg.

Bei einem Dauergewinner kann das ganz anders aussehen. Dem wird schnell Überheblichkeit unterstellt. Wenn jemand immer gewinnt, ist das anderen einfach suspekt.

So ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht. Wer viele Gewinne für sich verbuchen kann, hat laut Studien durchaus mehr emotionalen Abstand zu seinen Mitmenschen und Mitgefühl kann auf der Strecke bleiben. Allerdings ist all das pauschalisiert. Daran, dass wir dennoch Stars anhimmeln, erfolgreiche Sportler oder Schauspieler anhimmeln ändert es nichts.

Erfolg ist also anziehend und zum Teil das, was jeder daraus macht.