Kurkuma

Gelbwurz, Gilbwurzel, Gelber Ingwer oder Safranwurzel – Kurkuma oder auch Curcuma hat zahlreiche Namen und ist hauptsächlich getrocknet, gemahlen und als Gewürz bekannt. Die Wurzel ist jedoch auch Fokus zahlreicher Forschungsarbeiten.

Was macht Kurkuma zum Superfood?

Kurkuma wird in der ayurvedischen Ernährung und Heilkunde zur Förderung der Verdauung, bei Blähungen und Menstruationsbeschwerden verwendet.1 Es hilft bei der Fettverdauung, scheint einen stärkenden Einfluss auf das Immunsystem zu haben und Entzündungen zu hemmen.2

Der Effekt auf entzündliche Prozesse trifft nicht nur bei Infektionen zu. Da Kurkuma Entzündungsmediatoren wie unter anderem Cyclooxygenase und Stickoxid hemmt, konnte in Studien festgestellt werden, dass die Wurzel ebenfalls eine positive Auswirkung auf Arthrose haben kann.3

Besondere Eigenschaften & Merkmale von Kurkuma

Der genaue Grund ist bisher noch nicht geklärt, Kurkuma konnte in Studien aber bereits einen positiven und unter anderem vorbeugenden Effekt auf Krebs vorweisen. 1, 2, 4

Tipps zur Verwendung von Kurkuma

Leicht erdig, bitter und würzig ist der Kurkuma, sein Duft erinnert an Ingwer. Er kann als Gewürz passend zu indischen oder asiatischen Gerichten, in Currys aber auch in herzhaften Smoothies und Suppen verwendet werden. In Dips und Saucen ist er ebenfalls geschmacklich bereichernd und wer es exotisch mag, kann Kurkuma zur Zubereitung von Goldener Milch verwenden.  

Nährwerttabelle

Laut dem United States Department of Agriculture enthält Kurkumapulver unter anderem:5

Nährstoff Menge pro 100 Gramm
Kohlenhydrate 67,14 g
Ballaststoffe 22,7 g
Eiweiß 9,68 g
Fett 3,25 g
Kilokalorien 312 kcal
Mineralstoffe und Spurenelemente
Calcium 168 mg
Eisen 55 mg
Kalium 2080 mg
Magnesium 208 mg
Natrium 27 mg
Phosphor 299 mg
Zink 4,5 mg
Vitamine
Vitamin B1 0,058 mg
Vitamin B2 0,150 mg
Vitamin B3 1,35 mg
Vitamin B6 0,107 mg
Folsäure 20 µg
Vitamin C 0,7 mg
Vitamin E 4,43 mg

Bitte beachten Sie, dass Kurkuma als Gewürz in deutlich kleineren Mengen verwendet wird. Auch bei täglichem Verzehr ist der Beitrag zur Deckung des Bedarfs an Makro- und Mikronährstoffen also entsprechend gering.

Wissenschaftliche Quellen

1 Prasad S, Aggarwal BB. Turmeric, the Golden Spice: From Traditional Medicine to Modern Medicine. In: Benzie IFF, Wachtel-Galor S, editors. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects. 2nd edition. Boca Raton (FL): CRC Press/Taylor & Francis; 2011. Chapter 13.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK92752/

2 Gupta, Subash C., Sridevi Patchva, and Bharat B. Aggarwal. “Therapeutic Roles of Curcumin: Lessons Learned from Clinical Trials.” The AAPS Journal 15.1 (2013): 195–218. PMC.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3535097/

3 Daily, James W., Mini Yang, and Sunmin Park. “Efficacy of Turmeric Extracts and Curcumin for Alleviating the Symptoms of Joint Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials.” Journal of Medicinal Food 19.8 (2016): 717–729. PMC.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5003001/

4 Rudolf Hänsel, Konstantin Keller, Horst Rimpler, Gerhard Schneider: Drogen A-D. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58087-1, S. 1085

https://books.google.de/books?id=q5WoBgAAQBAJ&pg=PA1085#v=onepage&q&f=false

5 United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service,

National Nutrient Database for Standard Reference Release 28, Spices, turmeric, ground

https://ndb.nal.usda.gov/ndb/foods/show/292?fgcd=&manu=&lfacet=&format=&count=&max=50&offset=&sort=default&order=asc&qlookup=turmeric&ds=&qt=&qp=&qa=&qn=&q=&ing=

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