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Gesundheit

Wir wünschen sie uns gegenseitig, wenn wir niesen oder auch zum Geburtstag, und wir wissen, wie wichtig sie ist, wenn sie einmal fehlt: die Gesundheit. Doch was bedeutet Gesundheit und was kann jeder einzelne dafür tun, damit sie lange Zeit erhalten bleibt? Wir haben uns eingehend mit diesen Fragen beschäftigt.

Was bedeutet Gesundheit?

Gesundheit bedeutet nicht einfach nur das Fehlen von Krankheit. Sie steht für körperliches und geistiges Wohlergehen, das Funktionieren und die Vollständigkeit aller Teile und Organe des Körpers. Erhalten und verbessert oder überhaupt erreicht werden kann dieser Zustand, indem Gesundheitsthemen vermehrt Beachtung geschenkt wird. Ernährung, Fitness und Entspannung stehen dabei im Mittelpunkt.

Was macht Gesundheit aus?

Gesundheit bedeutet zunächst, dass es uns gut geht – sowohl physisch als auch psychisch. Leider wird die Psyche noch immer oft vergessen, wenn es um die Gesundheit geht. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass Stress krank machen kann und wir bei Ärger und Konflikten seelisch und körperlich leiden. Wenn wir wirklich gesund sein wollen, müssen wir also auch an die Psyche denken.

Gesundheit für Körper und Seele

Wer gesund leben will, muss dabei auf die oben bereits erwähnten drei Grundpfeiler setzen:

  • Ernährung
  • Fitness beziehungsweise Bewegung
  • Entspannung, Erholung und Regeneration

Für die Umsetzung im Alltag gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist aber in erster Linie, dass das Bewusstsein dafür vorhanden ist.

Was eine gesunde Lebensweise bewirken kann

Wie viel eine gesunde Lebensweise bewirken kann, wird oft erst nach einer Umstellung klar. Im Urlaub wird ausgewogener gegessen, es gibt mehr Bewegung an der frischen Luft und Zeit für Entspannung bleibt ebenfalls – und schon fühlen wir uns rundum besser und starten mit mehr Energie in den Tag.

Leider erschöpft sich dieser gesunde Zustand oftmals sehr schnell, sobald der Urlaub vorüber ist. Dabei ist es nicht nur im Alltag möglich, ebenso gesund zu leben, sondern gerade dann am meisten erforderlich. Immerhin sind wir hier Stress ausgesetzt und sehen uns Herausforderungen gegenüber, werden mit Keimen konfrontiert und benötigen daher all unsere Kraft und unsere Gesundheit.

Gesunde Ernährung: Darauf kommt es an

Dass gesunde Ernährung wichtig ist, weiß wohl jedes Kind. Aber was gehört zu einer gesunden Ernährung dazu und was nicht? Hier gehen die Meinungen bereits deutlich auseinander. Aus den verschiedenen Ansichten und teils auch wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus entstanden unterschiedliche Ernährungsarten. Einige Grundregeln gibt es aber in jedem Fall.

Wichtig sind die folgenden Punkte:

  • Abwechslung: Ob immer nur Reis, Burger oder ausschließlich Äpfel – ein monotoner Speiseplan liefert dem Körper nicht alle notwendigen Nährstoffe. Wichtig ist daher Abwechslung auf dem Teller und das am besten täglich.
  • Angepasst an den Bedarf: Alter, Geschlecht, Aktivitätsgrad, Krankheiten oder besondere körperliche Umstände, wie Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit wirken sich auf den Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen aus. Wird dieser nicht gedeckt, entstehen Mangelzustände. Wird hingegen ständig über den Bedarf hinaus gegessen, kann sich das in Übergewicht aber auch in Hypervitaminosen und Ungleichgewichten bei der Nährstoffversorgung bemerkbar machen.
  • Ballaststoffreich: Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag erreicht kaum jemand. Dabei sind diese größtenteils unverdaulichen Stoffe förderlich für die Gesundheit. Enthalten sind sie vor allem in Gemüse, Obst, Kräutern und Vollkornprodukten.
  • Vitalstoffreich: Vitalstoffe werden im Körper für zahlreiche Prozesse und als Bausteine für verschiedene Substanzen benötigt. Die bekanntesten darunter sind Vitamine und Mineralstoffe. Enthalten sind sie in großen Mengen in Gemüse und Obst, aber auch in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten, Ölen, Nüssen, Vollkorn und Kräutern. Frische und weitgehend unverarbeitete Produkte liefern die beste Ausbeute. Gerade diese landen bei vielen Menschen aber seltener auf dem Tisch, als Fertigprodukte.
  • Wasserreich: Es erscheint zunächst widersprüchlich, vitalstoffreich und wasserreich zugleich zu essen, dient aber als guter Indikator für eine gesunde Ernährung. Denn wasserreich sind vor allem Gemüse, Obst und andere pflanzliche Lebensmittel. Daher sollten diese einen großen Teil des Speiseplans ausmachen.

 

Superfoods in Sachen Gesundheit

Superfoods liegen im Trend und ständig scheinen neue entdeckt zu werden. Das ist auch nicht verwunderlich, denn mit fortschreitenden Möglichkeiten bei den Analysen und einer wachsenden Anzahl an Studien fallen eben auch bisher unbekannte Vorzüge und Eigenschaften einzelner Lebensmittel auf.

Das heißt zwar nicht, dass der Speiseplan nunmehr allein aus Superfoods zusammengesetzt werden sollte oder diese eine ausgewogene Ernährung ersetzen – sie können aber ein wunderbarer Zusatz sein und sie bereichern.

Aber vielleicht landen einige Superfoods auch schon längst auf dem eigenen Teller, denn es handelt sich nicht immer nur um ausgefallene Exoten aus fernen Ländern. So zählen zu ihnen beispielsweise:

  • Äpfel
  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Fenchel
  • Grünkohl
  • Ingwer
  • Knoblauch
  • Kurkuma
  • Leinsamen
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Sonnenblumenkerne
  • Spinat
  • Walnüsse
  • Zwiebeln

 

Einige dieser leisten übrigens nicht nur einen Beitrag zur Deckung des Bedarfs mit Vitalstoffen – sondern werden aufgrund ihrer entzündungshemmenden oder immunstärkenden Effekte auch als Hausmittel oder pflanzliche Heilmittel eingesetzt. Darunter unter anderem Ingwer und Kurkuma, Knoblauch und Zwiebel.

So stärken Sie ihr Immunsystem

Das Immunsystem hat eine besondere Bedeutung für die Gesundheit. Es sorgt dafür, dass Keime und Krankheitserreger dem Körper möglichst wenig anhaben können und dient gewissermaßen als unser Schutz gegen die Umwelt.

Umso wichtiger ist es daher, dass wir das Immunsystem bei Kräften halten und es stärken. Aber wie? Zum einen durch die gesunde Ernährung. Zum anderen aber auch durch:

  • Bewegung: Dadurch werden nicht nur die Muskeln trainiert, sondern auch der Kreislauf angeregt, was sich positiv auf die Versorgung und damit letztlich auch auf das Immunsystem auswirkt.
  • Frische Luft: Spaziergänge und Lüften schonen unser Immunsystem, denn abgestandene oder auch trockene Raumluft ist oftmals sehr keimreich. Die frische Luft hat daher einen reinigen Effekt und das Immunsystem kann gewissermaßen aufatmen. Wer sich bei jedem Wetter an der frischen Luft aufhält, härtet sich zudem ab.
  • Schlaf: Zeit für Regeneration ist nicht allein für die Nerven wichtig, auch der gesamte Körper und die Gesundheit sind darauf angewiesen. Das Immunsystem macht dabei keine Ausnahme. Schlafen wir zu wenig und stehen dauerhaft unter Stress, steigt unter anderem das Risiko für Infekte.
  • Flüssigkeit und Feuchtigkeit: Zwei wichtige Abgrenzungen zur Umwelt und deren Einflüssen sind die Haut und Schleimhäute. Damit diese richtig als Barrieren funktionieren können, müssen sie gesund und intakt sein. Sind sie jedoch durch Flüssigkeitsmangel trocken und rissig, werden sie und damit auch der Körper anfälliger für Keime und Infektionen. Ausreichendes Trinken und eine angemessene Luftfeuchtigkeit hingegen schützen sie und stärken das Immunsystem. Regelmäßiges Lüften ist ebenfalls angeraten.
  • Hautpflege: Die Funktion der Haut als Schutz kann durch eine angepasste Hautpflege unterstützt werden.
  • Dosierte Exposition (Konfrontation mit Krankheitserregern): Ständig Desinfektionsmittel zur Hand und am besten alles steril halten? Was in Krankenhäusern selbstverständlich sinnvoll ist, kann unserem Immunsystem im Alltag das nötige Training vorenthalten. Hygiene und Reinlichkeit, häufiges Händewaschen und die Vermeidung des direkten Kontakts mit Kranken sind zwar weiterhin angebracht, Desinfektionsmittel sind aber im Haushalt nicht immer und überall vonnöten.
  • Angemessene Kleidung: Kleidung und Immunsystem scheinen keine Verbindung zueinander zu haben, wer aber ständig schwitzt oder friert, der stresst damit den Körper. Zwar macht Kälte keine Erkältung, sie kann sie durch die Reaktion des Körpers aber durchaus begünstigen.

 

Sport ist förderlich für die Gesundheit

Dass Bewegung und körperliche Fitness gesund sind, ist nicht neu. Aber warum ist das so? Weil Sport:

  • die Durchblutung erhöht und damit die Versorgung verbessert.
  • die Muskeln trainiert und stärkt und somit unter anderem die Haltung verbessert und Gelenke stabilisiert.
  • hohem Blutdruck vorbeugen kann und bei bereits bestehendem Bluthochdruck einen senkenden Effekt hat.
  • zur Ausschüttung von Endorphinen beiträgt, die als Glückshormone auch eine Auswirkung auf den Umgang und die Auswirkungen von Stress haben.
  • die Gefäße trainiert.
  • dabei hilft, Übergewicht vorzubeugen oder es zu reduzieren.
  • die Durchblutung der Haut und der Schleimhäute anregt und damit deren Funktion begünstigt.

Viele gute Gründe also, alsbald einen flotten Spaziergang einzulegen oder sich nach einem sportlichen Hobby umzuschauen.

Was ein Saunabesuch für ihre Gesundheit tun kann

Die einen schwören auf das gezielte Schwitzen, die anderen verstehen dessen Reiz nicht – schon gar nicht im Sommer. Aber Saunabesuche können durchaus gesundheitsförderlich sein und das nicht nur, weil sie die Schweißdrüsen auf die Probe stellen. Die hohe Wärme von bis zu 100 °C bewirkt, dass sich:

  • die Haut erwärmt und auch die Körperkerntemperatur steigt.
  • die Poren öffnen, da zur Abkühlung Schweiß produziert wird.
  • die Muskeln erwärmen und entspannen können.
  • die Gefäße erweitern und so der Blutdruck sinkt.
  • die Atmung beschleunigt wird.
  • das Herz kräftiger und schneller schlägt.

 

Ein Saunabesuch ist also für den Körper wie eine Trainingseinheit. Dazu gehört nicht nur der Aufenthalt in der Hitze, sondern auch die anschließende Abkühlung und Entspannung. Hierbei ziehen sich zunächst alle Poren zusammen, der “Kälteschock” führt zur Ausschüttung von Hormonen, wie Adrenalin, und der Blutdruck schnellt in die Höhe. Auch das ist wiederum Training für das Herz. Bei Blutdruckproblemen sollte aber im Vorfeld ein Arzt nach der Eignung von Saunagängen befragt werden.

Wer regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche in die Sauna geht – selbst im Sommer – gönnt seinem Kreislauf und dem Herzen gewissermaßen Fitness-Einheiten und der Haut ein Pflegeprogramm. Hinzu kommt noch, dass Saunabesuche eine Auszeit darstellen, bei der wir uns Ruhe gönnen und Abschalten können.

Der Kopf muss abschalten können

Obwohl die Bedeutung der Psyche für die Gesundheit weithin bekannt ist, wird sie im Alltag oft stiefmütterlich behandelt. Wir setzen uns unter Stress, hetzen von Termin zu Termin, sind jederzeit erreichbar und muten uns Schlafmangel zu. Warten kann nie etwas, außer vielleicht die eigene Entspannung und Freizeit.

Das kann sich jedoch schwer rächen. Depression, Burnout, Suchterkrankungen, Schlafstörungen und erhöhte Anfälligkeit für krankhafte Entwicklungen, wie Bluthochdruck, sind nur einige der Folgen, die mit Stress in Verbindung gebracht werden. Umso wichtiger ist es daher, auf die Erholung und die Gesundheit der Seele sorgsam zu achten. Dabei können die folgenden Hinweise helfen:

Termine machen: Zahnarzt, Meeting oder die Kinder zum Hobby fahren – wir planen Termine für alles. Nur nicht für die Erholung. Wer „Zeit zum Abschalten“ ebenfalls täglich in den Kalender schreibt und dafür von vornherein Zeit einplant, übergeht diesen wichtigen Punkt nicht so einfach.

Feierabend machen – aber richtig: Für die Arbeit nicht mehr erreichbar sein, Entspannung pur anstatt weiterhin Papierkram wälzen, so sollte ein Feierabend aussehen. Für gewöhnlich gibt es aber selbst nach der Arbeit noch zig Termine. Wenigstens die letzten zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollten frei davon sein.

Aktiven Ausgleich finden: Spazierengehen, Yoga, Lesen, Handarbeiten, Tanzen oder Kochen – erlaubt ist, was gefällt. Nur bitte nicht jeden Abend fernsehen. Vielmehr sollte eine bewusste und zumindest teilweise aktive Form der Entspannung erfolgen, bei der der Kopf zwar abschalten, aber auch genießen kann.

Entspannungstechniken erlernen: Yoga, Meditation, Atemmeditation, Fantasiereisen, autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation – es gibt eine große Auswahl an Entspannungstechniken, die verhältnismäßig einfach erlernt werden können. Natürlich hat dafür niemand Zeit. Aber diese Techniken können uns als Fertigkeiten – sogenannte Skills – gute Dienste leisten, wenn es einmal mehr hoch hergeht oder wir Probleme bewältigen müssen und damit sogar Zeit und Nerven sparen. Für „zwischendurch“ empfiehlt sich vor allem die Atemmeditation, denn dafür sind nur wenige Minuten nötig und sie ist absolut bürotauglich.

Schlaf: Als Kind wollte wohl kaum einer von uns täglich Mittagsschlaf halten. Als Erwachsene sehnen sich jedoch viele danach zurück, da der Nachtschlaf oft zu kurz kommt oder nicht nicht sonderlich erholsam ist. Das lässt sich jedoch ändern. Rituale vor dem Zubettgehen, das Einplanen von wenigstens acht Stunden Schlaf und Probleme nicht mit ins Bett zu nehmen – all dies kann bereits helfen. Also Handy aus, den nächsten Tag planen oder Gedanken aufschreiben, ein entspannendes Bad nehmen oder eine Tasse Tee trinken und ab in die Federn. Hilfreich ist es auch, sich täglich zur gleichen Zeit zum Schlaf hinzulegen, sofern das möglich ist.

Sozialleben: Menschen sind soziale Wesen und benötigen daher entsprechende Kontakte, um psychisch gesund zu bleiben. Diese jedoch ausschließlich nur über soziale Netzwerke, Chats und das Telefon zu führen, reicht langfristig nicht aus. Gemeinsame Unternehmungen oder Berührungen gehören ebenfalls dazu. Verabredungen mit der Familie und mit Freunden, Hobbies oder gemeinsame Interessen mit anderen teilen – auch das tut der Seele gut. Wer neu in einer Stadt ist oder es insgesamt als schwierig empfindet, neue Bekanntschaften zu schließen, ist damit keinesfalls allein. Vereine, Volkshochschulen, Workshops oder auch Tanzschulen mit einer Tanzpartnervermittlung bieten ausreichend Gelegenheiten, Gleichgesinnte oder neue Freunde zu treffen. Als Alternative hierzu: Ab ins Fitnessstudio oder als Freiwilliger ehrenamtlich melden!

Essen: Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen. Dieses Sprichwort bewahrheitet sich immer wieder, wenn wir vor Hunger schlechte Laune bekommen, beim Fasten ein Tief haben oder uns Ärger auf den Magen schlägt. Meist sind die Zusammenhänge aber nicht so offensichtlich. Eine gesunde Ernährung und regelmäßiges Essen sowie bewusster Genuss können jedoch durchaus eine Wohltat sein und sich positiv auf unsere Psyche auswirken. Das gilt im Übrigen auch für die Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen.

Unser Tipp: Hygge. Das skandinavische Lebensgefühl, das sich vage mit „Gemütlichkeit“ übersetzen lässt, vereint Bewegung an frischer Luft, gemeinsame Zeit, Entspannung und gutes Essen miteinander. Wer Probleme mit dem Abschalten hat, sollte sich – und das mehr als nur einmal – darin versuchen.

Gesund bis ins hohe Alter

Wir wünschen es uns alle: Bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben, selbstständig zu sein, auch im Seniorenalter noch nach Lust und Laune aktiv zu sein und den Alltag bestreiten zu können. Damit das funktioniert, kann jeder selbst einiges dazu beitragen.

Prävention für die Gesundheit

Wer meint, nur Kranke gehen zum Arzt, irrt sich gewaltig. Gerade die Präventionsuntersuchungen sind wichtig, da durch sie Veränderungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf behandelt werden können. Sei es hoher Blutdruck, der lange Zeit von den Betroffenen nicht bemerkt wird, ein auffälliger Leberfleck am Rücken oder ein ungünstiger Blutwert – schnelles Entgegenwirken und (Be-)Handeln kann in diesen und anderen Fällen entscheidend für die Gesundheit sein.

Regelmäßige Untersuchungen beim Arzt gehören daher in jedem Lebensalter dazu. Präventionsuntersuchungen in bestimmten Lebensabschnitten sind ebenfalls wichtig. Einige werden von der Krankenkasse getragen, andere erfordern eine Zuzahlung. Eine ärztliche Absprache sollte in jedem Fall der Entscheidung vorangehen.

Darüber hinaus gehören noch weitere Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter:

  • Gesunde Lebensweise: Gut schlafen, gut essen, auf Genussmittel wie Zigaretten und Alkohol verzichten oder den Konsum zumindest auf ein Minimum begrenzen – all das gehört zu einer gesunden Lebensweise dazu. Natürlich gilt hier wie bei so vielen anderen Dingen auch: Je eher, desto besser, aber es ist nie zu spät, um damit anzufangen.
  • Fitness: Körperliche Arbeit und Spaziergänge tragen zwar zur körperlichen Belastbarkeit bei, Sport treiben ist aber etwas anderes. Die bewusste Zeit für Fitness und gezieltes Training haben in Studien positivere Effekte, als „nur“ ein aktives Leben. Selbst ausgesprochene Sportmuffel sollten also nochmal darüber nachdenken und sich wenigstens einmal in der Woche zum Yoga, Schwimmen oder Laufen aufraffen.
  • Spaß, Glück und Zufriedenheit: Immer unzufrieden, verärgert oder traurig? Das kann sich durchaus negativ auf die Gesundheit auswirken. Dazu gehört auch, dass der Schlaf durch Gedanken gestört oder nicht allzu sehr auf die eigene Gesundheitspflege geachtet wird. Glück im Sinne eines Lottogewinns lässt sich zwar nicht erzwingen, dennoch hat es jeder selbst in der Hand, Spaß und Zufriedenheit zu erleben. Es ist auch keineswegs unüblich, dazu professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es durch eine Therapie oder Beratungen.

 

Die wichtigsten Infos in Sachen Medizin

Gesundheit und Medizin – beide Bereiche gehen oft Hand in Hand. Schon längst werden nicht mehr nur die Symptome behandelt oder es wird erst dann eingegriffen, wenn bereits eine Krankheit ausgebrochen ist.

Immer gleich zur Medizin greifen?

Bei Kopfschmerzen oder Schlafstörungen eine Tablette, bei der Erkältung ein ganzes Arsenal an abschwellenden, schleimlösenden und fiebersenkenden Arzneien – das ist für viele Menschen ganz normal. Schließlich gibt es diese Möglichkeiten zur Linderung von Beschwerden nun einmal, warum sollten sie also nicht genutzt werden.

Diese Einstellung ist zwar richtig und geht schlicht dem Bedürfnis nach, frei von Beschwerden und Schmerzen zu sein, es muss dafür aber nicht immer direkt Chemie sein. So einfach erhältlich und weitentwickelt diese mittlerweile auch ist, Hausmittel und simple Maßnahmen sind oft die sanfteren aber ähnlich effektive Behandlungsmöglichkeiten – vor allem, wenn damit auch gleich noch die Ursachen der Beschwerden gelindert werden können.

So zeigen sich beispielsweise bei Kopfschmerzen die folgenden Maßnahmen sinnvoll:

  • Atmen, tief und entspannt
  • Entspannung der Muskulatur, beispielsweise durch Yoga-Übungen für den Nacken- und Schulterbereich
  • Massage der Schläfen und der Stirn
  • Trinken
  • Kühlen der Stirn
  • Betupfen der Schläfen mit Pfefferminzöl oder japanischem Heilpflanzenöl
  • Leichte Bewegung oder Ruhe – je nachdem, was als angenehm und erleichternd empfunden wird
  • Dunkelheit und Ruhe
  • Rosmarintee

 

Bei Übelkeit helfen hingegen Ingwer oder Zitrone oder das Essen von stärkehaltigen Speisen. Bei Erkältungen wiederum können Rotlicht, Inhalationen oder Nasenspülungen lindernde Wirkung haben.

Wodurch wird die Gesundheit im Alltag bedroht?

Stress, Umweltgifte, ungesunde Angewohnheiten und Krankheitserreger – die Liste der möglichen Bedrohungen für die Gesundheit im Alltag ist lang. Wer eine gesunde Lebensweise verfolgt, schützt sich bereits dagegen und befähigt den Körper, sich selbst dagegen wehren zu können. Es gibt aber noch besondere Maßnahmen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Wenn Erkältung und Co. den Alltag lahm legen

Eltern kleiner Kinder können ein Lied davon singen: Erkältungen und grippale Infekte gehören zum Leben dazu aber sind kräftezehrend und anstrengend. Während sich Kinder oftmals rasch wieder davon erholen und selbst Fieber am nächsten Tag wieder vergessen ist, legt eine Erkältung bei Erwachsenen schon mal für mehrere Tage den Alltag lahm.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist ein entsprechender Schutz gefragt. Dazu gehören die Hinweise, die der Stärkung des Immunsystems dienen sowie insbesondere:

  • Kein direkter Kontakt: Wer bereits eine Schnupfennase und Halsschmerzen hat, sollte nicht mehr (intensiv) gekuschelt oder geküsst werden. Auch das Teilen von Besteck und Geschirr stellt ein erhöhtes Risiko für die Übertragung dar.
  • Lüften: Die Luft ist in geschlossenen Räumen – vor allem, wenn diese von mehreren Menschen genutzt werden – oft keimreich. Regelmäßiges Lüften schafft hier Abhilfe. Zudem wird dadurch die Luftfeuchtigkeit reguliert, was bei Heizungsluft und Klimaanlagen den Schleimhäuten und der Haut zugutekommt.
  • Waschen: Häufiges, langes und gründliches Händewaschen ist immer sinnvoll, vor allem dann, wenn Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln genutzt werden oder Körperkontakt zu vielen Menschen besteht.
  • Nasenspülungen: Staub, Schmutz, Krankheitserreger, Fusseln – es ist erstaunlich, was sich über den Tag in einer menschlichen Nase ansammeln kann. Damit die Schleimhäute frei bleiben und das Immunsystem unterstützt wird, bieten sich vor allem in Erkältungszeiten abendliche Nasenduschen an. Die Schleimhäute werden befeuchtet und damit in ihrer reinigenden Funktion unterstützt. Bereits vorhandene Verschmutzungen können entfernt werden.

 

Die richtige Balance finden

Von der Work-Life-Balance haben die meisten schon gehört, aber so richtig will es bei vielen damit einfach nicht klappen. Ständige Überstunden oder Hektik und Stress auf Arbeit und dann gähnende Langeweile im kurzen Feierabend – auf Dauer führt dies zu Unzufriedenheit und persönlichen Krisen.

Daher ist es wichtig, rechtzeitig die richtige, individuelle Balance zwischen Entspannung und Anspannung zu finden. Das sagt sich leicht, ist in der Realität aber oftmals schwer umzusetzen. Mit einigen Tipps und etwas Geduld kann es jedoch einfacher gelingen:

  • Tagebuch führen: Zehn Stunden Arbeit, Aufgaben mit nach Hause genommen und das Arbeitshandy ist immer noch erreichbar? Das ist ein sehr deutliches Warnzeichen, für viele aber dennoch Alltag.Vermeintlich geht es nicht anders oder es ist schon so sehr zur Gewohnheit geworden, dass die fehlende Freizeit gar nicht mehr auffällt. Ein Tagebuch kann helfen. Arbeitszeiten, Anstrengungen, Anerkennung und Gemütsverfassung können darin festgehalten werden. Dadurch fällt es leichter, das Ungleichgewicht zwischen Leben und Arbeit zu erkennen.
  • Außenperspektive abfragen: Manchmal fällt es uns selbst schwer, das eigentliche Problem zu erkennen, weil wir zu nah dran oder mittendrin sind. Ein Blick von außen oder das Entwickeln von Außenperspektiven können hier helfen. Vielleicht wissen Freunde und Verwandte schon längst, dass die schlechte Laune täglich von der Arbeit mit nach Hause kommt. Vielleicht wurden auch schon mehrere Unternehmungen wegen Überlastung abgesagt oder der Partner bemerkt, dass sich Schlafstörungen oder Albträume stets vor oder nach Meetings zeigen. Diese Informationen können wertvolle Hilfsmittel sein, um Auslöser für das fehlende Gleichgewicht zu finden und somit das Problem zu lösen.
  • Auszeiten einplanen: Wirklich fest einplanen und einhalten – auch wenn es anfangs schwerfällt, in diesen Zeiten nicht erreichbar zu sein, Ungewissheit auszuhalten und nicht zu wissen, was in der freien Zeit angestellt werden soll. Die geplanten zeitlichen Freiräume verschaffen nach und nach Möglichkeiten zur bewussten Entspannung und werden zur gesunden Gewohnheit.

 

Ungesunde Lebensweise

Ungesunde Lebensweisen – wir kennen sie mit Sicherheit alle. Nur sie bei sich selbst zu verändern ist schwierig. Aber auch hierfür gibt es Hinweise und Tipps:

  • Bewegung: Ein Schrittzähler ist das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, die tägliche Bewegung zu zählen. Aufgrund einer Marketingstrategie geht die Empfehlung hierbei auf 10.000 Schritte täglich zurück. Kritische Menschen bemerken schon dabei, dass eine derlei pauschale Aussage unmöglich auf alle passen kann. Schlecht ist die Empfehlung als Ziel aber durchaus nicht. Sinnvoller ist es eben nur, Erst einmal den eigenen Stand zu dokumentieren und dann von da aus täglich eine Steigerung zu bewirken. Immerhin entsprechen 10.000 Schritte etwa fünf Kilometern. Das ist für Jogger eher wenig. Für Fitnessanfänger aber immens viel. Genaues Hinschauen ist zudem bei Schrittzähler-Apps geboten. Diese sind nicht immer so exakt, dass sie Autofahren von Schritten unterscheiden können.
  • Ruhezeiten – auch am Tag: Den ganzen Tag Sitzen und Ruhen ist auf Dauer nicht gesund. Immer hektisch alles auf einmal zu erledigen aber ebenso nicht. Ein gesunder Kompromiss ist es daher, auf Arbeit und in stressigen Phasen feste Ruhezeiten zu haben und diese möglichst über den Tag zu verteilen. Das kann Atemmeditation sein oder ein Powernap am Arbeitsplatz, ein kurzes Ruhen nach den Mahlzeiten oder ein wenig Büro-Yoga.
  • Essgewohnheiten: Unregelmäßig, mal gar nicht, mal bis der Magen gewissermaßen aus allen Nähten platzt. Dazu natürlich hastig und am besten noch im Laufen, damit keine Zeit verloren geht. Nach Genussmitteln oder beim Fernsehen passiert es dann wiederum nebenbei. Kommen dann noch Diäten dazu, ist das Chaos in der Ernährung perfekt. Besser und gesünder als das unregelmäßige Essen sind regelmäßige Mahlzeiten, die in Ruhe und langsam eingenommen werden. Diese geben dem Magen und dem Körper Zeit, ein Sättigungsgefühl zu entwickeln, das Essen zu genießen und sich nicht zu überladen.   
  • Nikotin und Alkohol: Es ist eine Entspannungstechnik von vielen, bei Stress zu Rauchen oder nach Feierabend Alkohol zu trinken. Leider führt das nicht selten in eine gewisse Abhängigkeit, die durchaus nicht körperlich sein muss aber sein kann. Besser sind gesunde Lösungsstrategien, wie ein Spaziergang, ein Gespräch oder das Aufschreiben der Probleme – und zwar bevor Trinken, Rauchen oder andere Genussmittel zur Gewohnheit werden. Ist es bereits soweit, ist oftmals professionelle Hilfe zum Aufhören erforderlich oder zumindest angeraten.    

 

Aktiv werden für die Gesundheit

Mehr Bewegung, mehr Entspannung und dazu noch gesunde Ernährung – das klingt eigentlich ganz einfach. Aber Gewohnheiten zu ändern, ganz egal wie gut und gesund das Ziel ist, ist schwierig. 

Hier heißt es, aktiv zu werden und gegen den inneren Schweinehund vorzugehen. Klingt beängstigend? Mit der richtigen Hilfe und dem passenden Wissen ist es aber einfacher als gedacht.

Die besten Gesundheitstipps

Eigentlich wurde bereits alles gesagt, was wichtig für die Gesundheit ist. Dennoch gibt es noch einige Tricks und Kniffe, die bei der Umsetzung helfen können. Hier die besten:

  • Schritt für Schritt: Ob Ernährung, Fitness oder Entspannung, eine Umstellung von heute auf morgen ist schwierig und stellt nur die Willenskraft auf eine unnötige Probe. Langsame und allmähliche Umstellungen werden hingegen schnell zur neuen Gewohnheit, fallen leichter und stellen ein geringeres Risiko für Rückfälle dar.
  • Nichts verbieten, nichts bestrafen: Es wird zu Rückfällen kommen. Es wird Tage geben, an denen mitten im Laufen gegessen und mal wieder die eigene Kraft auf die Probe gestellt wird. Das ist menschlich. Sich dafür zu bestrafen oder gar die geplante Umstellung zur gesunden Lebensweise über Bord zu werfen, ist wenig sinnvoll. Sich selbst verzeihen und weitermachen hingegen ist die Lösung – wie ein Kind, das gerade Laufen lernt und nach jedem Fall einfach wieder aufsteht und weitermacht.
  • Gesellschaft: Es gibt viele Menschen, die sich gesünder ernähren wollen, nicht mehr rauchen oder weniger trinken möchten. Auch Sportgruppen gibt es zur Genüge. Ob online oder im realen Leben, die Gemeinschaft und der Austausch untereinander können dabei helfen, durchzuhalten (und persönliche Geheimtipps gibt es dabei gleich noch inklusive).

Ziele setzen und Belohnungen festlegen: Eigentlich sollte die gesunde Lebensweise mit all ihren Vorzügen an sich bereits Belohnung genug sein. Eigentlich. Zumindest anfangs schadet es aber nicht, bei der Motivation etwas nachzuhelfen. Sei es der Plausch nach der Fitnessrunde, ein Kinobesuch, das Edel-Restaurant oder eine Massage – erlaubt ist, was gefällt und glücklich macht. Schließlich gehört auch das zu einem gesunden Leben.

Gesundheitskurse: was ist für mich geeignet?

Hierauf gibt es selbstverständlich keine pauschale Antwort. Jeder muss für sich selbst ausprobieren, was passt und was nicht. Es hilft aber zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

  • Gesundheitskurse der Krankenkasse: Workshops, Informationsveranstaltungen, Rückensport und Prävention werden von einigen Krankenkassen angeboten. In jedem Fall sind derartige Angebote ideal, um sich inspirieren zu lassen.
  • Yoga: Die eigene Mitte und Balance finden, zur Ruhe kommen und sich dennoch bewegen, oder eine neue Einstellung zu sich selbst bekommen – beim Yoga gibt es das alles auf einmal. Ganz nebenbei finden sich so viele Varianten, dass für jeden das Passende dabei ist und immer wieder etwas Neues ausprobiert werden kann.
  • Fitnessstudio: Lange im Trend und noch immer aktuell sind Fitnessstudios. Hier lohnt es sich, öfters mal die Angebote zu studieren. Von der persönlichen Beratung über das Aufstellen von Trainingsplänen bis hin zu Kursen und Präventionslehrgängen, auf den zweiten Blick bieten sich hier oftmals deutlich mehr Möglichkeiten, als zuvor angenommen. Auch werden von den Krankenkassen in Verbindung mit lokalen Fitness-Anbietern die Kosten für einige Angebote ganz oder teilweise übernommen. Eine Nachfrage bei der Krankenkasse lohnt sich immer.
  • Weiterbildung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die Krankenkassen und die World Health Organization veröffentlichen ständig neue Empfehlungen und Erkenntnisse. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte und neue Impulse für das eigene gesunde Leben sucht, ist bei diesen offiziellen Stellen an der richtigen Adresse.
  • Ärzte: Mal eine Impfung hier, mal das Verschreiben von Medikamenten da – Ärzte können jedoch mehr. Zum Beispiel über die Möglichkeiten beraten, wie ein gesünderes Leben begonnen werden kann und welche Unterstützung vonseiten der Krankenkasse möglich ist. Auch Beratung und Selbsthilfegruppen werden von einigen Ärzten angeboten.
  • Apotheke: Medikamente ausgeben und Rezepte gegen Arzneien tauschen – das gehört nach wie vor zu den Aufgaben der Apotheken. Kleine Untersuchungen, Beratungen und weitere Hilfe gibt es aber ebenfalls. Nachfragen und Nachschauen lohnen sich also in der Apotheke des Vertrauens.

Unser Tipp: Viele Angebote rund um Gesundheitsthemen werden von der Krankenkasse getragen oder zumindest unterstützt. Gesunde Lebensweisen oder die Versuche, gesünder zu werden, sind also nicht zwangsläufig auch teuer. Im Gegenteil: Mittel- und langfristig kann damit eine Menge an Zeit, Geld und Nerven gespart werden.